Minihäuser und altersgerechtes Wohnen fördern

Regionalmanagement: Siedlungsentwicklung und Klimawandel sind Schwerpunkte - Verlängerung bis 2024

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Das seit 2010 be­ste­hen­de Re­gio­nal­ma­na­ge­ment be­fasst sich mit Zu­kunfts­the­men des Land­k­rei­ses. Für die Jah­re 2022 bis 2024 muss die staat­li­che För­de­rung neu be­an­tragt wer­den. Dem stimm­te der Kreis­tags­aus­schuss für Land­k­reis­ent­wick­lung am Mon­tag zu.

Die Regionalmanagerinnen Saskia Nicolai und Tatjana Reeg informierten über die Schwerpunkte. Es sind der demografische Wandel, Siedlungsentwicklung und Klimawandel. In diesen drei Feldern kommen dann einzelne Projekte zum Tragen.

Aufgegriffen werden Punkte aus der Jugendstudie des Landkreises. Daraus geht hervor, dass viele junge Leute wegziehen wollen, weil sie hier nicht studieren können oder ihre beruflichen Möglichkeiten nicht kennen. Diesbezüglich sollen Kommunikation und Information verbessert werden. Motto: ein Kanal zur Jugend und für die Jugend.

Ebenfalls ein Jugendthema, das aber auch Senioren betrifft, ist das Wohnen. Hier geht es beispielsweise um Tiny Houses, also Minihäuser, die in vielen Rathäusern auf Vorbehalte stoßen. Beim altersgerechten Wohnen sollen technische Lösungen, wie Assistenzsysteme, in den Blick rücken. Insgesamt ist die Situation so: »Es fehlt Wohnraum, der kein Einfamilienhaus ist«, sagte Tatjana Reeg.

Nachhaltiges Bauen und Sanieren, Alltagsmobilität und Radverkehrskonzept sowie »Kostbares Wasser« für Unternehmen und Kommunen sind weitere Vorhaben des Regionalmanagements. Die staatliche Fördersumme beträgt 150.000 Euro im Jahr, wobei einzelne Maßnahmen mit 80 Prozent bezuschusst werden.

»Das sind die richtigen Themen«, sagte Gerhard Kraft (Grüne). Beim nachhaltigen Bauen sei noch sehr viel möglich. Unterstützung verdiene die Initiative zum Generationenwohnen in Karlstadt. Das Klimaschutzkonzept des Landkreises müsse überprüft und angepasst werden.

Zu den Tiny Houses sagte Franz-Josef Sauer (CSU), man müsse moderne Ideen ins Baurecht umsetzen. Hier bestehe großer Bedarf. Sven Gottschalk (SPD) sprach die Förderung des Radverkehrs an und Holger Seidel (Freie Wähler) die Vernetzung zwischen Regionalmanagement und Leitbildkommission.

Diese beiden Bereiche seien eng verbunden, sagte Landrätin Sabine Sitter. Es gehe überhaupt darum, miteinander und nicht nebeneinander zu arbeiten. Beim Leitbild für den Landkreis gehe es um eine nachhaltige Strategie, dabei müsse man aber noch »Denkbarrieren in der Verwaltung« überwinden. Der Klimawandel werde ebenfalls angepackt.

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