Marktheidenfelder Thomas Schumacher erreicht vierten Platz bei deutscher Meisterschaft der Pizzabäcker

Hobby-Kulinarik

Marktheidenfeld
2 Min.

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Sieger-Pizza von Hobby-Pizzabäcker Thomas Schumacher Bildunterschrift 2022-01-04 --> Mit solch einer Pizza hat Hobby-Pizzabäcker Thomas Schumacher aus Marktheidenfeld
bei der deutschen Meisterschaft aufgetrumpft. Foto: Holger Watzka
Foto: Holger Watzka
Thomas Schumacher schiebt eine fertig belegte Pizza in den Ofen. Foto: Holger Watzka
Foto: Holger Watzka
Tho­mas Schu­ma­cher aus Markt­hei­den­feld hat an der deut­schen Hob­by­pizza­meis­ter­schaft teil­ge­nom­men und da­bei ei­nen be­acht­li­chen vier­ten Platz er­reicht. Die Meis­ter­schaft fand im Rah­men der Ho­Ga, der Fach­mes­se für Ho­tel­le­rie und Ga­s­tro­no­mie, in Nürn­berg statt.

In der »Lockdownzeit« hat der 58-jährige Thomas Schumacher damit begonnen, sich mit dem Thema »Neapolitanische Pizza« zu beschäftigen. Durch Zufall entdeckte er die Facebook-Gruppe »Pizza für Alle«, die mittlerweile fast 15.000 Mitglieder aus ganz Deutschland hat.

Es soll ein Hobby bleiben

Vorbildung hat Thomas Schumacher, denn er hat einst Bäcker und Konditor gelernt. Er arbeitet allerdings nicht mehr in seinem Beruf, sondern im Bereich Logistik eines großen Unternehmens. Durch viele Backversuche hat er seine Pizzakenntnisse immer mehr optimiert und verfeinert. Die Anfrage an ihn, ob er Lust und Zeit habe, an der Meisterschaft mit insgesamt 15 Teilnehmern aus Deutschland mitzumachen, hat er nach kurzer Überlegung bejaht.

Dass ihm dabei auf Anhieb der vierte Platz gelang, freute Schumacher riesig. Dennoch soll die Pizza-Leidenschaft von ihm ein Hobby bleiben und er hat überhaupt keine Ambitionen, seine Werke käuflich anzubieten.

Die Ausstattung seiner Küche unterscheidet sich etwas von der normalen Haushaltsküche. Insbesondere gilt das für die Küchenmaschine und den Ofen. Ein normaler Haushaltsofen bringt 250 Grad. Thomas Schumacher hat sich einen speziellen Ofen zugelegt, der 450 Grad schafft. Darin ist die Pizza in schier unglaublichen 100 Sekunden fertig. Ein schönes »Leoparding« zeichne seine Pizza aus, gemeint ist damit das Muster des gebackenen Teigs. Schumacher nimmt für den Teig wenig Hefe, dafür sei die Pizza dann bekömmlicher. Zudem verwendet er ein spezielles Pizzamehl. Der leidenschaftliche Pizzabäcker schwört auf gute Zutaten, die sich insbesondere in der Struktur des Teigs niederschlagen. Bedenkenlos konnte seine Pizza so von der Jury zerlegt werden. »Viel geht nimmer«, erklärt Schumacher mit einem Lächeln bezüglich seines Erfolgs. Ausgereizt sei das mittlerweile. Für eine Pizza, die in einem normalen Haushaltsofen zubereitet wird, empfiehlt er die Zugabe von Zucker, dadurch wird der Teig braun. Auch sollte man das Salz erst zum Schluss dazugeben.

Nie mit dem Nudelholz

Der Teig kommt auch niemals mit einem Nudelholz in Berührung. Schumacher lässt den Teig über die Finger laufen, ohne dass er reißt. Nach dem Backen kommt die Pizza auf ein Gitter, damit der Boden auskühlen kann. Auf seine prämierte Pizza kamen Tomaten, Parmesan, Basilikum, Champignons, in Knoblauch geschwenkte Paprika, Mozzarella, Salami und Olivenöl.

Hintergrund

Mit solch einer Pizza hat Hobby-Pizzabäcker Thomas Schumacher aus Marktheidenfeld bei der deutschen Meisterschaft aufgetrumpft. Foto:

Hintergrund

» Viel geht nimmer. «

Thomas Schumacherüber seinen Backerfolg

Pizza-Zubereitung

Hobby-Pizzabäcker Thomas Schumacher empfiehlt folgendes Rezept für sechs Pizzen:

Zutaten: 1000 Gramm Mehl, 600 Gramm kaltes Wasser, 0,5 Gramm Hefe, 30 Gramm Meersalz.

Zubereitung: Der Teig soll einen Tag vor dem Backtag zubereitet werden. Wasser in die Rührschüssel der Knetmaschine geben. Hefe im Wasser auflösen. Mehl dazugeben und fünf Minuten kneten lassen. Salz dem Knetvorgang beimischen und zu einem glatten und klumpenfreien Teig fertigkneten. Teig 20 Stunden lang in eine Schüssel geben und mit Folie abdecken. Teig in Stücke von 6 x 270 Gramm teilen und zu runden Kugeln formen. In einem geschlossenen Behälter weitere vier Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Am Backtag den Teigling mit Hilfe einer Teigspachtel aus dem Behälter nehmen und in Semola (Hartweizengrieß) mit den Händen eine Pizza formen. Anschließend die Pizza belegen und backen. ()

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