Kuscheln mit Gerlinde: Besuch auf Erlebnisbauernhof in Neustadt-Erlach

Unterricht

NEUSTADT-ERLACH
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Die Schulkinder aus Bischbrunn hatten viel Spaß auf dem Erlebnisbauernhof. Auch mit Kuh Gerda. Foto: Steffen Schreck
Foto: Steffen Schreck
Tie­re zum An­fas­sen und vie­le span­nen­de In­for­ma­tio­nen gab es für die bei­den zwei­ten Klas­sen der Spess­art-Grund­schu­le Bisch­brunn. 40 Schul­kin­der be­such­ten kürz­lich den Er­leb­nis­bau­ern­hof von Mar­kus Fle­cken­stein in Neu­stadt-Er­lach.

Es gab viel zu bestaunen für die Zweitklässler. Die erste Hälfte ging mit Markus Fleckenstein zu den Tieren. Los ging es bei den Kühen. Von denen gibt es in allen Größen etwa 100 auf dem Hof. Markus Fleckenstein beantwortete Fragen der Kinder. »Warum sind die Kühe zusammen, die Kälbchen aber in einzelnen Ställen«, lautete eine Frage. Fleckenstein sagte, die jungen Kühe würden sich untereinander vertragen. Es seien Vorsichtsmaßnahmen. »Wenn ein Kalb krank wird, steckt es die anderen nicht an«, erklärte der Landwirt. Er erklärte auch, dass Kühe zweimal am Tag gemolken werden und was »trocken stehende Kühe« sind. Nämlich welche in »Mutterschutz«, die kurz davor stehen, ein Kalb auf die Welt zu bringen.

Anschaulich machte Fleckenstein Mengen- und Größenverhältnisse deutlich. »Wir haben zwei mal 40 Hektar, ein Hektar ist etwa so groß wie ein Fußballfeld mit Laufbahn«, so Fleckenstein. Er zeigte die Ohrenmarken der Kälber und sagte, dass jedes Tierkind einen Ausweis mit Nummer bekommt und später auch einen Namen. Immer mit dem Anfangsbuchstaben der Mutter.

Die Kinder streichelten die Kälber und hatten auch den Mut, auf die erwachsenen Tiere auf der Weide zuzugehen. Sie streichelten Gerlinde, Alexa und Lotte. Was die Kühe geduldig mit sich machen ließen. Währenddessen erklärte Markus Fleckenstein, was es mit den angeblich sieben Mägen auf sich hat und dass eine Kuh 60-mal kaut. Was genau die Kühe kauen, zeigte er an verschiedenen Getreidesorten an den Silos und dem Lager für Gras- und Maissilage.

»Manche wissen nix«

Wofür welches Getreide gut ist, wussten einige Kinder. »Bier« tönte es bei Gerste, »Brot« bei Weizen. Natürlich durfte auch eine ausgiebige Besichtigung des hofeigenen Fuhrparks samt Besteigen der großen Traktoren nicht fehlen. Begeistert waren die Kinder vom 20 Jahre alten Hängebauchschwein Lucy, das aber mehr die schattigen Seiten des Hofes bevorzugte. Zu sehen gab es Ziegen, Hasen, 240 Hühner, Pfauen und natürlich Hund und Katze.

Nach der Flora kam die Fauna. Die Klassen wechselten durch. Anton Fleckenstein zeigte den Schülern verschiedene Pflanzen. Er erklärte den Vorgang von der Saat bis hin zur Ernte jetzt im Sommer. Im Gespräch sagte Anton Fleckenstein, dass es große Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen und Klassen gebe. »Manche wissen nix«, sagte Fleckenstein. Er sei enttäuscht von den Wissenslücken der Schüler. Manche grundlegenden Dinge seien nicht mal in der fünften Klasse auf dem Lehrplan.

Er selbst erntete noch vor dem Eintreffen der Schüler mit der Sense einige Ähren vom eigenen Feld als Anschauungsmaterial. »Das ist auch nicht so einfach«, so Fleckenstein. Lehrerin Franziska Heid berichtete, der Besuch sei der vorletzte Tag einer Projektwoche mit dem Titel »Unseren Lebensmitteln auf der Spur«. In dieser Woche soll vor allem Alltagskompetenz vermittelt werden. Den Abschluss machte dabei ein gesundes Frühstück.

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