Kosten für neues Klinikum aktualisiert

Summe auf 163,8 Millionen berechnet

MAIN-SPESSART
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Ei­ne ak­tu­el­le Kos­ten­be­rech­nung für sei­nen ge­plan­ten Neu­bau in Lohr hat das Kli­ni­kum Main-Spess­art am Don­ners­tag vor­ge­legt. Zu­nächst wur­den die Zah­len nicht­öf­f­ent­lich im Werkaus­schuss des Kreis­tags prä­sen­tiert, an­sch­lie­ßend in­for­mier­ten Land­rä­tin Sa­bi­ne Sit­ter und Kli­ni­k­re­fe­rent Re­né Bo­s­te­laar die Me­di­en.

Die Regierung von Unterfranken hatte angeregt, das Vorhaben neu zu kalkulieren, weil die Kosten in einigen Bereichen an der unteren Grenze angesetzt waren. Dem kam der Landkreis Main-Spessart als Eigentümer des Klinikums nach. Wie Bostelaar erklärte, lieferte der Generalplaner am 17. Juni die neuen Zahlen. Demnach liegen die Gesamtkosten jetzt bei 163,775 Millionen Euro, das sind 11,4 Millionen mehr als bisher.

Eigenanteil rund 45 Millionen

Zugleich steigen die förderfähigen Kosten um 12,4 auf 118,6 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Eigenanteil des Landkreises von rund 45 Millionen, das wäre eine Million Euro weniger als bisher. Unterm Strich also eine finanzielle Verbesserung für den Krankenhausträger.

Wilde Spekulationen

Die Kosten des Neubaus waren und sind Gegenstand von teils wilden Spekulationen. Ob das nun aufhört, ist fraglich, denn die Berechnung beruht auf dem Stand vom ersten Quartal 2021, bildet also nicht die aktuellsten Preisentwicklungen ab. Was am Ende für eine Summe stehe, könne heute niemand sagen, meinte Bostelaar. Aufgrund des Fördersystems im öffentlichen Bauwesen sei man gehalten, sich auf eine bestimmte Berechnungsgrundlage zu stützen.

Sogenannte Indexierung

Würde man aktuelle Preise ansetzen wollen, »dann müssten wir einen komplett neuen Antrag stellen«. Das würde erneut Zeit kosten, von der man ohnehin schon viel verloren habe. Bei späteren Abweichungen von den Baukosten würde eine sogenannte Indexierung greifen, worunter eine anteilmäßige Anpassung von Förderquote und Eigenmitteln zu verstehen ist.

Auch Landrätin Sitter lehnte es ab, spekulative Gesamtkosten zu kommentieren. Es bringe nichts, mit Fantasiezahlen zu operieren. Man habe nun eine Neuberechnung als Basis, auf der man weiterarbeite, lassen sich ihre Aussagen in der Pressekonferenz am Donnerstag zusammenfassen. Es sei eine gute Nachricht, dass man so hohe Fördermittel für ein Projekt in den Landkreis holen könne.

Regierung wieder am Zug

Im weiteren Verfahren ist nun wieder die Regierung von Unterfranken am Zug. Das Klinikum gibt die neue Kostenberechnung zur Prüfung nach Würzburg, von dort kommt eine Stellungnahme mit der Förderhöhe zurück. Die Signale seien jedenfalls positiv, sagte der Klinikreferent. Dann muss die Sache noch einmal in den Kreistag, der beschließen soll, dass die Eigenmittel des Landkreises für den Klinikbau bereitgestellt werden.

Sitter und Bostelaar hoffen, diese Entscheidung noch vor der Sommerpause über die Bühne bringen zu können. Nötigenfalls in einer Sondersitzung des Kreistags. Dann könnte die seit langem angestrebte fachliche Billigung seitens der Regierung erfolgen und als nächster Schritt der Auftrag vergeben werden zum Bau der rund 800 Meter langen Zufahrt am Sommerberg in Lohr, wo das neue Klinikum entstehen soll.

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