Jugendliche entwickeln Solaranlage

Projekt: Verein Energiegemeinschaft Grunddörfer stellt fahrbare Fotovoltaikanlage vor - Ausleihe ist möglich

Esselbach/ Bischbrunn
2 Min.

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Fabian Fertig, Robin Mussauer, Anne Leimeister und Philipp König (von links) waren Teilnehmer des Jugendprojekts Solaranlage der Energiegemeinschaft Grunddörfer.
Foto: Ernst Dürr
Das Ergebnis seines Jugendprojektes 2010 stellte der Verein Energiegemeinschaft Grunddörfer bei der Esselbacher Gewerbeschau am vergangenen Sonntag in der Spessarthalle vor.
Vier Jungen und zwei Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren aus den Grundgemeinden waren unter der Leitung von Reiner Roos, Hartmut Liebler und des Vereinsvorsitzenden Franz-Josef König in den Sommerferien 2010 an einem spannenden Projekt zum Thema »Erneuerbare Energien« beteiligt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Davon konnten sich die Besucher der Gewerbeschau direkt von den jugendlichen Erbauern überzeugen lassen. Herausgekommen ist eine mobile Solar- und Fotovoltaikanlage zur Erzeugung von Warmwasser mit Wärmemengenzähler und Wasserspeicher.
In sich geschlossene Einheit
Die Anlage bildet eine in sich geschlossene Einheit, es muss lediglich Wasser zugeführt werden. Strom zum Betrieb wird selbst erzeugt. Herzstück sind ein Sonnenkollektor von etwa 2,4 Quadratmeter Fläche und ein Boiler mit einem Fassungsvermögen von 200 Litern. Der Kollektor wurde von der Firma Wagner Solar gespendet, der Boiler ist eine Spende von Hartmut Liebler.
Die Isolierung des Boilers übernahm die Walter Beyer, weitere Sachspenden kamen von Joachim Väth. Zur Stromversorgung der integrierten Umwälzpumpe wurde zusätzlich zum Kollektor ein Fotovoltaikmodul installiert. Zur Darstellung der Effizienz beinhaltet der Aufbau zusätzlich verschiedene Messeinheiten. Die Anlage kann beispielsweise bei Zeltlagern für die Aufbereitung von Warmwasser für Duschen oder zum Verbrauch in der Küche zu genutzt werden.
Zur leichteren Verwendung wurde sie auf einer fahrbaren Plattform aufgebaut. Da bei der Warmwasseraufbereitung mit einem Wärmetauscher gearbeitet wird, ist die Gefahr der Legionellenbildung ausgeschlossen. Auch an einen Verbrühschutz bei der Brauchwassertemperatur wurde gedacht. Bis zur Fertigstellung mussten die jugendlichen Erbauer zunächst zwei Theorietage bewältigen. Dabei besprachen sie das Konzept der Solaranlage, führten Berechnungen durch und lernten die Grundlagen zu Fotovoltaik, Regelung und Batterietechnik. An weiteren acht Nachmittagen erfolgte die praktische Umsetzung. Wie schnell sich das Umfeld für ein solches Projekt ändern kann, stellte der Vorsitzende der Energiegemeinschaft Grunddörfer, Franz-Josef König, heraus.
Ursprünglich habe man wegen des Zurückruderns der Bundesregierung beim Ausstieg aus dem Atomstrom das Thema erneuerbare Energien insbesondere bei der Jugend stärker in den Mittelpunkt stellen wollen. Ein Jugendprojekt vor Ort sollte einen praktischen Beitrag zur Sensibilisierung der nachfolgenden Generation leisten.
Von der politischen Entwicklung beim Thema Atomstrom sei man inzwischen allerdings eingeholt worden, hinsichtlich des Moratoriums für die ältesten deutschen Atomkraftwerke.
Ernst Dürr
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