Der Naturgarten: Im Juni noch Gemüse und Blumen säen

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Mehr zum Thema: Gartentipps
Der Goldmohn leuchtet in den Beeten und sät sich leicht selbst aus. Das heißt, wer ihn einmal hat, braucht sich um Nachwuchs nicht sorgen.
Foto: Monika Büdel
Taglilien sorgen pflegeleicht für Farbtupfer im Mai und Juni.
Foto: Monika Büdel
Die Kräuterecke hat Ingrid Karl direkt neben ihrer Gartenküche angelegt. Wucherndes wie Minze setzt sie in Töpfe.
Foto: Monika Büdel
Vogelmiere: für die einen Unkraut, das ausgehackt werden muss, für die anderen wie Ingrid Karl, ein leckeres Kräutlein zum Beispiel für den Salat.
Foto: Monika Büdel
Auch im Gartenteich hat die Blüte begonnen: der Fieberklee.
Foto: Monika Büdel
Im Mai blühen die Schwertlilien (Iris) die es in vielen Formen und Farben gibt.
Foto: Monika Büdel
Im Mai blühen die Schwertlilien (Iris) die es in vielen Formen und Farben gibt.
Foto: Monika Büdel
Im Mai blühen die Schwertlilien (Iris) die es in vielen Formen und Farben gibt.
Foto: Monika Büdel
Zuckerschoten an den Rankhilfen, daneben Rauke (Rucola) und im Vordergrund die zweijährigen Bartnelken.
Foto: Monika Büdel
Die Johannisbeersträucher tragen reichlich.
Foto: Monika Büdel
Zierlauch.
Foto: Monika Büdel
Pfingstrosen haben jetzt Saison.
Foto: Monika Büdel
Mit den Fingernägeln werden die Seitentriebe an den Tomatenpflanzen abgezwickt.
Foto: Monika Büdel
Geschützt unter einem Foliendach: die Tomatenpflanzen.
Foto: Monika Büdel
Die Kombination von Weiß und Violett mag Ingrid Karl im Blumenbeet besonders.
Foto: Monika Büdel
Die Alba-Rose »Félicité Parmentier« duftet intensiv. Foto: Monika Büdel
Foto: Monika Büdel
»Bay­ern blüht« heißt die Zer­ti­fi­zie­rung des Baye­ri­schen Lan­des­ver­ban­des für Gar­ten­bau, mit der na­tur­na­he Gär­ten aus­ge­zeich­net wer­den. Der Gar­ten von In­grid Karl in Neu­hüt­ten hat die­ses Prä­d­i­kat und macht der­zeit dem Blühen al­le Eh­re: Zier­lauch, Tag­li­li­en, Iris in ver­schie­de­nen Far­ben, Pfing­s­tro­sen und Mohn leuch­ten in den Bee­ten.

Und im Juni werden noch die Rosen dazukommen. Wichtig ist es, so die Hobbygärtnerin, jetzt im Mai und Juni schon Vorbereitungen für eine reiche Blüte im nächsten Jahr zu treffen. Wer jetzt die bereits abgeblühten Sträucher schneidet, gibt ihnen Zeit an den neuen Trieben Knospen für das kommende Frühjahr anzusetzen.

Höchste Zeit ist es, die Stängel mit den Fruchtständen von Narzissen, Tulpen und ähnlichen Gewächsen abzuschneiden, damit die Kraft in die Zwiebel geht und nicht in die Ausbildung von Samen.

Noch ist es laut Karl nicht zu spät einjährige Sommerblumen auszusäen. Dazu gehören Tagetes, Sonnenblumen und Zinnien. Sie blühen dann zwar später als die zeitig Gesäten. Dafür halten sie oft bis zum ersten Frost. Für die Blüte im übernächsten Jahr werden jetzt die sogenannten Zweijährigen gesät, wie Stockrosen, Bartnelken, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen, Fingerhut, Nacht- und Königskerze.

Wer seinen Garten zum Selbstversorgen nutzt, hat wahrscheinlich schon die ersten Erntelücken, die zum Beispiel mit Radieschen und Karotten gefüllt werden können. Noch nicht zu spät ist es für Buschbohnen. Für sie wie für Stangenbohnen ist noch bis Mitte Juli Zeit zum Stecken.

Vielseitig verwendbar ist Palmkohl, der jetzt ebenfalls ins Freiland gesät werden kann. Nicht vor der Sonnwende am 24. Juni sollte Endiviensalat gesät werden, erinnert sich Karl an den Rat ihrer Mutter. Sonst besteht Gefahr, dass er schießt.

Auf dem Balkon ernten

Keine Zeit oder Gelegenheit gehabt, Gemüsepflanzen selbst vorzuziehen? In den Gärtnereien gibt es jetzt Jungpflanzen vom Kohl bis zum Salat, von Lauch bis Mangold, Gurken, Zucchini und hier und da auch Ausgefallenes wie Süßkartoffel. Sie können jetzt und in nächster Zeit in den eigenen Garten oder ins Hochbeet gesetzt werden.

»Auch wer nur eine Terrasse oder einen Balkon hat, muss auf eigene Ernte nicht verzichten,« sagt die Neuhüttenerin. Minitomaten, Vespergürkchen, Kräuter, Pflücksalat und Nascherdbeeren kombiniert mit Sommerblumen ernähren nicht nur die Bewohner Balkoniens, sondern auch Insekten. Besonders die Blüten von Kräutern wie Basilikum sind eine optische Bereicherung im Blumenkasten oder -topf. Blühender Schnittlauch sieht aus wie der kleine Bruder des Zierlauchs.

Wichtig für eine reiche Ernte ist das Ausgeizen der Tomatenpflanzen. Dabei knipst man mit den Fingernägeln von Daumen und Zeigefinger die Seitentriebe ab - ausgenommen Buschtomaten und bestimmte kleinwüchsige Sorten.

Große Früchte fördern

Sinn der Sache ist, dass nur der Haupttrieb Früchte ansetzt und die Kraft der Pflanze ausreicht, um diese in voller Größe ausreifen zu lassen. Bricht man die Seitentriebe nicht aus, bilden sich auch dort Tomatenfrüchte, die dann oft klein bleiben.

In Gartenzeitschriften und -büchern wird teilweise empfohlen, einzelne Seitentriebe, die man übersehen hat, stehenzulassen und eventuell an der Stütze mit anzubinden. Wenn der Seitenast schon stark ist, würde das Entfernen eine größere Verletzung der Pflanze bedeuten. In die Wunde könnten beispielsweise Pilzsporen eindringen und die Pflanze schädigen, was sich negativ auf den Ertrag auswirken würde.

Im Überblick: Gartentipp für den Juni

Der Juni gilt als Rosenmonate. Rosensorten, die nur einmal im Jahr blühen, tun dies hauptsächlich im Juni bis Juli. Es gibt auch Sorten, die den ganzen Sommer über blühen, und solche, die nach dem ersten Blütenflor im Frühsommer im Spätsommer/Herbst noch einmal blühen. Das Angebot reicht von der Beetrose bis hin zur mehrere Meter hoch wachsenden Kletterrose, von sogenannten Alte Rosen bis zu Neuzüchtungen. Und nicht alle Rosen duften. Jenen, die Rosen kaufen möchten, empfiehlt Ingrid Karl, jetzt bei Rosenzüchtern, Baumschulen, Gärtnern oder Gartenmärkten vorbeizuschauen, denn jetzt sieht man die Blüten und kann schnuppern, ob sie duften und ob man den Geruch mag. Hobbygärtnerin Ingrid Karl begleitet uns durch das Gartenjahr und wir ihren zertifizierten "Bayern blüht"-Naturgarten. (mb)

 

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