Geschützte Tierarten in und an Kirchen im Kreis erfasst

Naturschutz: Seltene Fledermäuse und Vogelarten entdeckt - Landratsamt lässt in Main-Spessart mehr als 50 Gebäude überprüfen

MAIN-SPESSART
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Eine Kolonie des Großen Mausohrs in einer Kirche. Foto: Matthias Hammer
Foto: Matthias Hammer
Im Kreis Main-Spess­art wur­den im Jahr 2021 vom Büro für Fau­nis­tik und Um­welt­bil­dung aus Haß­f­urt über 50 Kir­chen auf das Vor­kom­men von Fle­der­mäu­sen und Vö­geln über­prüft. Laut Pres­se­mit­tei­lung aus dem Land­rat­s­amt wa­ren die meis­ten Kir­chen im Kreis bis­lang noch nicht auf die­se ge­setz­lich ge­schütz­ten Ar­ten un­ter­sucht wor­den.

Fledermäuse nutzen unter anderem geräumige Dachinnenräume von Kirchen für die Bildung von Wochenstuben zur Aufzucht ihrer Jungen.

Mit der aktuellen Untersuchung wollte die Untere Naturschutzbehörde die Wissenslücke schließen. Die beauftragten Biologen nutzten die Gelegenheit, um Informationen zu den angetroffenen Arten zu vermitteln. In 44 Kirchen wurde eine Besiedlung durch Fledermäuse nachgewiesen. Es wurden unter anderem die Arten Großes Mausohr, Bartfledermaus und Graues Langohr gefunden. Für das stark gefährdete Graue Langohr hat der Freistaat Bayern kürzlich ein Artenhilfsprogramm ins Leben gerufen. Erfreulicherweise konnten vier kleine Kolonien dieser typischen »Dorffledermaus« entdeckt werden. Ein Leitfaden mit möglichen Schutzmaßnahmen kann auf der Homepage des Landesamtes für Umwelt heruntergeladen oder bestellt werden

Turmfalke, Mauersegler und Co.

In elf Kirchen wurden brütende Vogelarten wie Turmfalke, Schleiereule, Mauersegler und Hausrotschwanz entdeckt. Häufig waren in den untersuchten Kirchen die Ein- und Ausflugsmöglichkeiten verschlossen, sodass Fledermäuse und Vögel nur schwer oder gar nicht Zugang finden konnten. Auch das nächtliche Anstrahlen der Kirchenfassade mit Scheinwerfern vertreibt die nützlichen Insektenfresser, die auf ein Leben in der Dunkelheit angepasst sind. Erforderliche Sanierungsmaßnahmen lassen sich problemlos auf die Vorkommen der geschützten Tiere abstimmen. Für Beratungen stehen die Fachkräfte an der unteren Naturschutzbehörde zur Verfügung. Beobachtungen von Fledermausvorkommen werden auch weiterhin erfasst.

bHinweise an die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt bei Laura Naudascher, Tel. 09353 793 - 1809, per Fax an Felix Ankenbrand, 09353 793 - 1808, oder per E-Mail unter naturschutz@lramsp.de.

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