Gemeinderat in Kürze

Steinfeld
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Der Stein­fel­der Ge­mein­de­rat hat sich am Mitt­woch­a­bend auch mit die­sen The­men be­schäf­tigt:

Bebauungspläne: Bei jeweils zwei Gegenstimmen hat das Gremium den Bebauungsplan »Ober der Straße« in Steinfeld (Kiefern-, Tannen-, Fichtenweg, Bilderberg- und Würzburger Straße) ersatzlos aufgehoben und den Bebauungsplan »Rechts und links des Gertraudenwegs« in Waldzell geändert. Dort wurden die Bestimmungen zur Zahl der zulässigen Vollgeschosse vereinfacht. Die Begründung war in beiden Fällen die selbe: Die Geltungsbereiche der Bebauungspläne aus den Jahren 1983 und 1984 sind größtenteils bebaut, die Festsetzungen veraltet. Die Beschlüsse sollen eine Nachverdichtung fördern.

Waldhütte: Theobald Herrmann und Sonja Stahl (beide FW) forderten, die Gemeinde solle sich wegen der Waldhütte eines früheren Jagdpächters ans Landratsamt wenden. Die Hütte sei nicht nur illegal errichtet worden, sondern auch noch voll mit umweltgefährdenden Stoffen wie Lackdosen. Das Landratsamt müsse die Hütte endlich in einer sogenannten Ersatzvornahme entfernen lassen, weil der frühere Jagdpächter auf entsprechende Aufforderungen nicht reagiere. Die Angelegenheit läuft laut Bürgermeister Günter Koser bereits seit sechs Jahren, »langsam wird's peinlich fürs Landratsamt«. Die Verwaltung werde das Landratsamt gerne noch einmal anschreiben.

Feuerwehrsirene: Kilian Huther (CSU) regte an, die seit Längerem defekte Feuerwehrsirene in Hausen instandzusetzen. Nach Angaben von Bürgermeister Koser hat der Bund nach der Katastrophe im Ahrtal zwar ein Förderprogramm aufgelegt, aber das Antragsverfahren sei noch ungeklärt. Darüber hätten Landratsamt und Regierung in Würzburg informiert, nachdem die Gemeinde ihr Interesse an Fördergeldern für die Hausener Sirene bekundet habe. Zweites Problem sei, dass es für die geforderte elektrische Sirene bislang nur einen Anbieter gibt, bei öffentlichen Ausschreibungen aber mehrere Anbieter gefordert würden. Koser hofft, dass die Probleme schnell geklärt werden, denn Förderanträge müssen bis Jahresende gestellt werden. »Sobald es machbar ist, beantragen wir die Förderung«, versicherte er.

B26n: Bürgermeister Koser informierte den Gemeinderat darüber, dass der Bund Naturschutz in Meiningen einen Prozess gegen den Ausbau der B19 gewonnen hat. Vertreten worden seien die Naturschützer von der Frankfurter Kanzlei, die Steinfeld in ihrem Widerstand gegen den Bau der B26n anwaltlich betreue.

Bauangelegenheiten: Der Gemeinderat nahm den Bau eines Einfamilienhauses mit Garage und Balkon an der Straße »Am Schindersberg« im Freistellungsverfahren zur Kenntnis. Der Errichtung einer Lagerhalle aus Strohballen und einer Überdachung der Verladezone am Tannenweg versagte er einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Die Halle steht bereits seit rund zehn Jahren, das Landratsamt verlangt jetzt nachträglich ein Genehmigungsverfahren. Darüber wunderte sich Bürgermeister Koser, denn seinerzeit habe die Behörde in Karlstadt erklärt, die Halle brauche keine Genehmigung. Hauptgrund für die Ablehnung ist laut Stephan Kraus von der Verwaltungsgemeinschaft Lohr die fehlende ordnungsgemäße Erschließung: »Deshalb ist die Halle nicht genehmigungsfähig.« Positiv beschieden wurde eine Voranfrage zu einem Anbau an ein bestehendes Wohnhaus an der Waldzeller Straße.

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