Gefühlvoll, fetzig und sogar ein eigener Musikschulsong

Konzert: Lohrer Sing- und Musikschule bietet den 130 Gästen auf dem Kirchplatz eine abwechslungsreiche Serenade

Lohr a.Main
1 Min.

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Gemeinsam mit den Akteuren und dem Publikum erklang zum Schluss des Konzertes der Lohrer Sing- und Musikschule der neue "Musikschulsong". Petra Breitenbach (Mitte) riss alle mit ihrer guten Laune mit. Foto: Gabi Nätscher
Foto: Gabi Nätscher
Ein gan­zes Jahr konn­ten für die Loh­rer Sing- und Mu­sik­schu­le kei­ne Kon­zer­te und Vor­spiel­ta­ge durch­ge­führt wer­den. Um­so mehr war den Mu­si­ke­rin­nen und Mu­si­kern am Mitt­woch­a­bend die Spiel­f­reu­de bei ei­ner rund zwei­stün­di­gen Se­re­na­de auf dem Loh­rer Kirch­platz an­zu­mer­ken. Und um­so mehr freu­te sich auch das zahl­rei­che Pu­b­li­kum über ei­nen ab­wechs­lungs­reich und har­mo­nisch ge­stal­te­ten Abend.

»160 Anmeldungen hatten wir gehabt, aber nur 100 Stühle. Daraus sind 130 geworden, aber nicht jeder hat einen Platz gefunden«, verkündete so auch eine sichtlich gut gelaunte Musikschulleiterin Petra Breitenbach. Wegen der Corona-Regeln waren Anmeldungen nötig gewesen und es konnte auch keine Bewirtung stattfinden. Das tat der allgemein guten Laune aber keinen Abbruch.

Und fast ebenso viele junge und ältere Musiker standen auf der Bühne: Nahezu 100 konnten gezählt werden. Den Anfang machten Blockflöten und Gitarren der Grundschule Sendelbach. Eine weitere Kooperation mit der Musikschule ist die Bläserklasse der Mittelschule, die ebenfalls vertreten war. Weitere größere Gruppen waren die Flotten Zupfer sowie Streicher-, Querflöten- und Klarinetten-Ensembles. Ebenso bunt gemischt wie die Vortragenden, deren Alter vom Erstklässer bis zum Rentner reichte, war das Programm, das von bekannten Volksliedern über Klassik bis Rock und Pop eine breite Bandbreite bot. Von gefühlvoll bis fetzig war so alles dabei.

Jeder mal in der ersten Reihe

Auch die Instrumentierung ließ nichts zu wünschen übrig. Von Blockflöten, Gitarren und E-Gitarren, Mandolinen, Kontrabässen und E-Bässen, Geigen, Celli, Querflöten, Posaunen, einem Saxofon, Klarinetten, Schlagzeug bis zu einer Tuba und Gesangsbeiträgen war alles dabei. Einmal erklang auch ein zartes Akkordeon und auch drei Oboen erfüllten mit ihren besonderen Klängen den Kirchplatz. Auch fünf schöne Klavierbeiträge drangen aus den Fenstern der Musikschulräume nach draußen.

Auf dem Kirchplatz selbst formierten sich die Gruppen oder Solisten an verschiedenen Plätzen, sodass man von jedem Platz im Publikum aus einmal in der »ersten Reihe« saß. Die perfekte Akustik und das stimmungsvolle Ambiente unter den Bäumen trugen zu einem gelungenen Abend bei. Zum guten Schluss gab es nach einem rockig-coolen Auftritt der Schulband noch eine Premiere: den neuen »Musikschulsong«.

Publikum sang mit

»Eine lang, schwere Zeit mit Corona liegt hinter uns, da haben wir uns überlegt, was wir tun könnten, sollten wir jemals wieder ein Konzert auf dem Kirchplatz abhalten können. Da hat mir meine Schwester ein 'Schnöderliedchen' gedichtet, das wir zu unserem Musikschulsong machen möchten«, erläuterte Petra Breitenbach. Ungeprobt erklang dann zusammen mit vielen der Akteure, den Lehrern und dem Publikum nach der bekannten Melodie »Those were the Days« von Boris Fomin ein Text von Elke Breitenbach: »In der Musikschule bei uns in Lohr am Main, wird musiziert, gesungen und gelacht. Egal, ob Alt, ob Jung, Musik gibt allen Schwung. Der Kirchplatz klingt bei Tag und auch bei Nacht.«

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