Für die Küche statt Fassade

Von Christian Weyer

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Geld für die Küche an­statt für die Fas­sa­de wur­de am Don­ners­ta­g­a­bend im Markt­hei­den­fel­der Stadt­rat ver­teilt. Da­bei ha­ben die Bür­ger­ver­t­re­ter lan­ge mit sich ge­run­gen, ehe sie die Schei­ne lo­cker mach­ten für ei­ne bes­se­re Aus­stat­tung der Küche im Bür­ger­haus Mi­chel­rieth.

Was gar nicht gut ankam, war, dass man jetzt mit Nachtragswünschen aufwartete, welche die ursprünglichen Küchenkosten verdreifachen. Das hätte man von Anfang an kommunizieren müssen, lautete der Tenor im Rat. Eine schwere Kröte, die da geschluckt wurde, wie einige Stadträte wortwörtlich betonten. Wahrscheinlich hatten die Michelriether einfach Glück, denn da sie in den letzten Jahrzehnten nicht allzu viel vom städtischen Kuchen abbekommen haben, drückte hier der eine oder andere Stadtrat ein Auge zu und hob die Hand.

Des einen Freud' ist des anderen Leid: Die rund 50 000 Euro holte der Stadtrat beim folgenden Beschluss wieder rein. Die Fassade des sozialen Wohnungsbaus am Südring bekommt nur einen Putz und etwas Farbe. Da konnte sich der Architekt Armin Bauer noch so starkmachen für eine Teilausführung in Holz oder mit Fliesen, irgendwann muss man ja mal mit dem Sparen anfangen.

Kosten laufen aus dem Ruder

Dass die Kosten öffentlicher Projekte immer mehr aus dem Ruder laufen, liegt allerdings nicht an manchem Sonderwunsch allein. Die Konjunktur am Bau brummt, und manche Kommune hat schon Schwierigkeiten auf eine Ausschreibung überhaupt ein Angebot zu bekommen. Seit neuestem ist nun auch noch der Baustoffmarkt wie leer gefegt. Das sind ja tolle Aussichten für die kommenden Jahre und bevorstehenden Aufgaben - nicht nur in der finanziell noch immer gut gestellten Stadt Marktheidenfeld.

bDen Autor erreichen Sie unter:lesermeinung@main-echo.de.

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