Fachfrau für Wirtschaft und Tourismus

Landratsamt: Valentine Lehrmann nach 27 Jahren als Wirtschaftsreferentin verabschiedet

MAIN-SPESSART
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Die Leiterin des Bereichs Wirtschaftsförderung und Tourismus am Landratsamt, Valentine Lehrmann, geht nach 27 Jahren in den Ruhestand. Landrat Thomas Schiebel hat sie in der Sitzung des Kreisausschusses verabschiedet. Foto: Schubart-Arand
Foto: Sylvia Schubart-Arand
Nicht nur Land­rat Tho­mas Schie­bel hört En­de April nach zwölf Jah­ren in sei­nem Amt auf. Mehr als dop­pelt so lan­ge, rund 27 Jah­re, hat Wirt­schafts­re­fe­ren­tin Va­len­ti­ne Lehr­mann im Land­rat­s­amt Main-Spess­art als Lei­te­rin des Be­reichs Wirt­schafts­för­de­rung und Tou­ris­mus ge­ar­bei­tet.

Davor war die Diplomgeografin als ABM-Kraft nach dem Studium bei der Biotopkartierung dabei. In der letzten gemeinsamen Sitzung hat der Landrat die langjährige Mitarbeiterin mit einem Geschenkkorb verabschiedet. »Sie haben die Wirtschaftsförderung sehr engagiert und fachkundig vorangebracht«, würdigte Schiebel die Verdienste der Retzbacherin. Ihr Nachfolger Sebastian Kühl übernimmt ab 1. Mai das Sachgebiet 14 (Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung).

Als Einzelkämpferin gestartet

Als Lehrmann startete, war sie zunächst Einzelkämpferin - mittlerweile kümmern sich in dem aufgeteilten Sachgebiet acht qualifizierte Mitarbeiter um die Bereiche Wirtschaftsförderung, Tourismus und Regionalmanagement.

Damit hat sie begleitet, dass Main-Spessart zu den wirtschaftsstarken Landkreisen mit wenigen Arbeitslosen zählt. Mit seinen Standortvorteilen zwischen den Metropolen Frankfurt und Nürnberg könne der Landkreis punkten.

Die Wirtschaftsreferentin hat eine vom Vorgänger begonnene Datenbank ausgebaut mit allen Firmen, die im Landkreis angesiedelt sind - von weltweit operierenden Unternehmen wie Bosch Rexroth und Gerresheimer in Lohr, Warema in Marktheidenfeld oder Kurtz in Kreuzwertheim über den leistungsfähigen Mittelstand bis hin zu den kleinen Firmen.

Technologietransfer ausbauen

Ihr Wunsch zum Abschied: Der Technologietransfer und die Zusammenarbeit mit Hochschulen müssen ausgebaut werden. Lehrmann sah es immer als Nachteil, dass Main-Spessart keinen Hochschulstandort hat und wünschte sich deshalb eine Dependance einer Fachhochschule. Mit dem Starthouse in Lohr gehe der Weg in die richtige Richtung.

Ein anderes Ziel Lehrmanns war der Ausbau des Tourismusgeschäfts im Landkreis. Bei den Häusern mit über neun Betten ist die Marke von 500 000 Übernachtungen jährlich im vergangenen Jahr überschritten worden. Ihr Anliegen sei, dass kleinere Vermieter das Channelsystem, eine Buchungsplattform, mehr in Anspruch nehmen, bei dem nur im Vermittlungsfall eine Provision zu zahlen ist.

Neue Wege im Tourismus

Die touristische Vermarktung etwa der Wanderwege lagen ihr ebenfalls am Herzen. Gemeinsam mit dem Spessartbund, dem Tourismusverband Spessart-Mainland und dem Naturpark Spessart entwickelte sie Kriterien, dank derer die ersten Qualitätswanderwege Deutschlands zertifiziert wurden. Die Beschilderung und Pflege eines nachhaltigen regionalen Radrouten-Netzes gehört ebenfalls zu ihrem Verdienst. Mit der neugewonnenen Freizeit kann sie selbst nun mehr wandern und radeln.

Ihr 38-jähriger Nachfolger Sebastian Kühl ist mit seiner Familie in Karlburg zuhause und kennt sich in der Region gut aus, denn er arbeitete ab 2007 bei der Chancen-Region Mainfranken als Projektmanager und als Projektleiter in der Region Mainfranken GmbH. Davor hatte er als Praktikant und Werkstudent bei der Initiative Untermain und dem Planungsverband Ballungsraum Frankfurt erste Erfahrungen gesammelt.

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