Esselbacher Waldfriedhof eingeweiht

Bestattungen: Alternatives Angebot in idyllischer Lage auf dem Trauberg - Historischer Moment

Esselbach
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Der Waldfriedhof in Esselbach wurde am Sonntag geweiht; unter dem Kreuz, von links: Diakon Dietholf Schröder, Pfarrer Alexander Eckert, Pfarrer Reinhold Völler und Monsignore Thomas Doell. Foto: Holger Watzka
Foto: ME-KoenigL
Der Wald­fried­hof Trau­berg in Es­sel­bach wur­de durch die Pfar­rer Alex­an­der Eckert und Rein­hold Völ­ler ein­ge­weiht. Die Ge­mein­de Es­sel­bach und »Li­fe­spi­rit«, der Be­t­rei­ber des Fried­ho­fes, hat­ten zu ei­ner Fei­er­stun­de ein­ge­la­den.
Bürgermeister Richard Roos konnte viele Menschen zur Einweihungsfeier am Waldfriedhof Trauberg begrüßen. Groß war das Interesse und das Gemeindeoberhaupt sprach von einem »historischen Moment«. Die Bestattungskultur ändere sich derzeit in den Gemeinden und so freute sich Richard Roos besonders, dass die Gemeinde Esselbach in Zusammenarbeit mit dem Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Freudenberg den Bürgern ein alternatives Angebot mit der Bestattung in idyllischer Lage im Waldfriedhof Trauberg anbieten könne.
Roos sprach von einer Ergänzung der bisherigen Bestattungskultur und ging auf die umfangreiche Bauleitplanung der letzten Jahre ein. Der Waldfriedhof sei würdiger und tröstlicher Ort, um sich an die hier Bestatteten zu erinnern. Auf die Behördengenehmigung eingehend merkte Roos mit einem Schmunzeln an: »Juristisch ist es kein Wald mehr.«
500 Bäume für Bestattung
Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg ging auf den überwiegenden Eichenbestand auf dem Trauberg ein: »Die bleiben noch 100 Jahre stehen.« Fürst Löwenstein sprach von einem sehr ruhigen Wald, der auch künftig naturbelassen bleibt. Monsignore Thomas Doell von der Lifespirit-Stiftung meinte: »Die Natur spricht hier göttlich und schöpferisch zu uns.« Pfarrer Alexander Eckert und Reinhold Völler segneten den Waldfriedhof. Ein großes Kreuz, davor ein Stein, der die Funktion eines Altartisches übernimmt und einige Ruhebänke erinnern an eine Kapelle unter freiem Himmel. Die Pfarrer sahen es als gute Möglichkeit an, um im Wald mit Gott ins Gespräch zu kommen. Die Feierstunde wurde von der Esselbacher Blasmusik umrahmt.
»Wir müssen mit dem Projekt wachsen«, sagte Diakon Dietholf Schröder, der auch der Ansprechpartner für Naturbestattungen ist. Lobende Worte fand er für den unermüdlichen Einsatz von Richard Roos. »Ohne diesen Bürgermeister gäbe diesen Waldfriedhof nicht.« Bestattungen sind hier zunächst unter 500 Bäumen auf einer Fläche von zwei Hektar möglich. Es bestehen Erweiterungsmöglichkeiten. Im Waldfriedhof ist die Beisetzung von Gläubigen aller Religionen möglich - fernab von gesellschaftlichen Glaubenszwängen. Berücksichtigt werden auch Menschen, die keiner Konfession angehören. Zu Lebzeiten kann man sich schon einen Baum aussuchen.
Holger Watzka
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