Eine »lebendige« Eröffnung

Tag der offenen Gartentür: Ortsgruppe Marktheidenfeld des Bund Naturschutz richtete Auftaktveranstaltung aus

Marktheidenfeld
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Der Tag der offenen Gartentür wurde in den »lebendigen Gärten« der BN-Ortsgruppe am Mainradweg eröffnet (von links): Erwin Scheiner, Joachim Hörnig, Monika Scheiner, Conni Schlosser, Sabine Sitter, Thomas Stamm und Maximilian Markert. Foto: Watzka
Foto: Holger Watzka
Im »le­ben­di­gen Gar­ten« der Orts­grup­pe Markt­hei­den­feld des Bund Na­tur­schutz war in die­sem Jahr die Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung zum »Tag der of­fe­nen Gar­ten­tür« am ver­gan­ge­nen Sonn­tag.

Landrätin Sabine Sitter, Marktheidenfelds Bürgermeister Thomas Stamm und Kreisgruppenvorsitzender Erwin Scheiner waren schon am zeitigen Vormittag gekommen, um diesen besonderen Tag für die Natur-und Gartenfreunde offiziell zu eröffnen. Verschiedene Musikdarbietungen über den Tag verteilt unterstrichen dieses Ereignis im »lebendigen Garten« zwischen Lengfurter Straße und Main.

»Allerhand Natur- und Gartengschichtli«, ein Buch von Autoren aus dem Landkreis Main-Spessart, hatte Landrätin Sabine Sitter mitgebracht und bevor sie es den Organisatoren schenkte, las sie daraus das Gedicht »Melodie des Sommers« vor. Sabine Sitter verwies auf die lange Tradition der offenen Gartentüren, die bis ins vergangene Jahrhundert zurückreicht. Allein in Himmelstadt öffneten gleich 18 Familien hierfür ihre Türen. In Rohrbach war der Vereinsgarten mit altem Pumphäuschen und moderner Bewässerungstechnik und in Retzbach ein Wohngarten in Hanglage geöffnet.

Sitter betonte die Vielfalt des Landkreises Main-Spessart mit seiner Lebensader, dem Main. Sie verwies auf die Spessartwälder und war stolz darauf, was im Ehrenamt für die Natur geleistet wird. Besonders bedankte sie sich bei der Ortsgruppe Marktheidenfeld des Bund Naturschutz für die Ausrichtung der Auftaktveranstaltung.

Perchermeier gewürdigt

Groß war die Freude bei Bürgermeister Stamm über den lebendigen Garten in seiner Stadt und dass gerade hier die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Direkt am Mainradweg gelegen, könne der vorbeikommende Radler rasten und sich umschauen. Ein herzliches Dankeschön sagte er der Ortsgruppe.

Nicht vergessen wurde das Engagement von Erich Perchermeier. Der langjährige Kreisvorsitzende ist Mitte Juni überraschend verstorben und gilt als Gründungsvater vieler Projekte in der Stadt und im gesamten Landkreis. Auf Vorschlag von Stamm legten die Besucher der Eröffnungsveranstaltung eine Gedenkminute ein. Für Erich Perchermeier wird im lebendigen Garten noch ein Baum gepflanzt. Erwin Scheiner erinnerte daran, dass Erich Perchermeier über 30 Jahre das Gesicht des Naturschutzes im Landkreis war. »Man konnte ihn alles fragen«, so Scheiner in seinem Nachruf auf seinen allseits hoch geschätzten Vorgänger.

Conni Schlosser, Geschäftsführerin der Kreisgruppe, erinnerte daran, dass die unterschiedlichen Mahdkonzepte auch in andere Gärten getragen werden: »Pflegend eingreifen und zulassen, dass sich etwas verändert«. Die Geschäftsführerin sah noch sehr viel Potenzial für Vernetzung. Conni Schlosser wies auf die Mitmachaktion »Krautschau« hin. Hier gilt es, die Pflanzenvielfalt in Siedlungen zu entdecken, überall dort, wo Flächen versiegelt sind. Mehr Bewusstsein für Wildpflanzen in Mauerritzen und Pflasterfugen sei wichtig.

Maximilian Markert, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Main-Spessart, zeigte sich erfreut, dass kein Landkreis in Unterfranken so viele offene Gärten hat. Er ging auf die unterschiedlichen Gartenformen ein und beleuchtete den Charme einer nicht gemähten Wiese.

Abschließend überreichte Sitter einen Pflanzgutschein an die Ortsgruppe Marktheidenfeld. Die Naturschützer kommentierten dies freudig: »Symbole, die man wachsen sieht«.

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