Eine Begegnungsstätte für Flörsbachtal

Gemeindevertretung: »Geschichtsträchtige« Entscheidung zum Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Kempfenbrunn

Flösrbachtal
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Die Flörs­bach­ta­ler Ge­mein­de­ver­t­re­tung hat am Di­ens­ta­g­a­bend den Weg für die Um­ge­stal­tung des Dorf­ge­mein­schafts­hau­ses in Kemp­fen­brunn zur zen­tra­len Be­geg­nungs­stät­te für die Ge­mein­de frei­ge­macht. Mit ei­nem ein­stim­mi­gen Be­schluss setz­ten die Ge­mein­de­ver­t­re­ter da­bei ein kla­res Si­g­nal, dass die po­li­ti­schen Gre­mi­en hin­ter die­sem Pro­jekt aus dem Dor­f­ent­wick­lung­s­pro­gramm ste­hen.

Im Juli sollen nun die Arbeiten beginnen. Die einzelnen Gewerke für das Projekt sind vergeben. Allerdings sei man noch nicht am Ende des Weges, sagte Bürgermeister Frank Soer. »Da sind wir erst dann, wenn wir uns in einem Jahr wiederfinden und die Einweihung feiern können.« Es sei ein Projekt, das sich in sieben Jahren entwickelt habe, so der Bürgermeister. »Damals haben wir die Anerkennung als Förderschwerpunkt erhalten.«

Dem folgte die Erarbeitung eines Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (Ikek). »Die Quintessenz hieraus war, dass wir uns dringend mit unseren öffentlichen Gebäuden zu beschäftigen haben«, erinnerte Soer. Es folgte ein Nutzungskonzept mit dem Ergebnis, dass sich das Dorfgemeinschaftshaus Kempfenbrunn sowohl von der Bausubstanz als auch von der geografischen Lage her als zentrale Begegnungsstätte in Flörsbachtal eignet und entwickelt werden soll. Hierzu erfolgten die Vorplanungen.

»Es ist uns gelungen, für alle Gewerke Bieter zu bekommen, die qualifiziert sind und auch in den vorgegebenen Zeitplan passen«, sagte Soer. Wichtig hierbei: »Wir konnten eine Preisbindung vereinbaren und werden bei der Preisentwicklung keine bösen Überraschungen erleben.« Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass sich seit der Berechnung im Januar die Kosten um 270.000 Euro erhöht haben. Die Umgestaltung der Außenanlage ist dabei noch nicht mit eingerechnet. Die Ausschreibung soll dem Bauzeitenplan und der Marktentwicklung entsprechend erfolgen.

Insgesamt wird die Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses ohne Außenanlage 2,5 Millionen Euro kosten. Im Haushalt 2022 wurden 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Im Haushalt 2023 sei jedoch ein höherer Ansatz zu bilden. Da die Kostensteigerung vollständig von der Gemeinde zu tragen ist, da die Förderhöchstgrenze erreicht ist, sei im Herbst zu entscheiden, ob eine erhöhte Kreditaufnahme erforderlich werde oder ob eine Finanzierung aus vorhandenen Mitteln möglich sei, so Soer.

Die Tilgung der Kredite sei von der Gemeinde stemmbar, sagte Soer. Dabei geht er von einer Laufzeit von 20 Jahren und einem Zinssatz von um die zwei Prozent aus. »Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesem Projekt aus dem Dorfentwicklungsprogramm eine über Jahrzehnte wirkende Entscheidung treffen«, betonte er.

Die Gemeindevertreter hatten sich ihre Entscheidung für dieses Projekt nicht leicht gemacht. In vielen Sitzungen besprachen sie die Einzelheiten - zuletzt am Montag in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse, die Harald Krostewitz (BLF), Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, als »geschichtsträchtig« bezeichnete. Martha Rämisch (BLF) lobte die vorangegangenen konstruktiven Sitzungen der Ausschüsse. Zudem gebe die erfolgte Preisbindung der Gemeinde Sicherheit. »So sind wir in der Lage, ein zukunftsträchtiges Projekt auf den Weg zu bringen.«

Michael Okun (SBF) betonte, dass gerade solche Entscheidungen, mit denen die Gemeindevertreter etwas zusätzlich für die Gemeinschaft realisieren könnten, wichtiger Bestandteil der kommunalpolitischen Arbeit sei. Das Schlusswort kam von Egon Schmid (SBF), dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung: »Es ist einfach fantastisch, dass dieses Gemeinschaftshaus nun neu gebaut wird. Dies zeigt, dass Flörsbachtal eine Zukunft hat.«

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