Ein umtriebiger Achtziger

Geburtstag: Homburger Günter Reinwarth wird 80

Triefenstein
1 Min.

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Das Fliegen ist eine seiner Leidenschaften: Günter Reinwarth in einem Airbus-Simulator-Cockpit. Foto: Archiv Reinwarth
Foto: Archiv Günter Reinwarth
Die Sehn­sucht, in die Luft zu ge­hen, kam für Gün­t­her Rein­warth in den 1960er-Jah­ren. US-Ma­jor John Berg­ner weck­te sei­ne Lei­den­schaft fürs Flie­gen mit ei­ner Ein­la­dung in den Hub­schrau­ber. Der jun­ge Vo­lon­tär, der in die Wert­hei­mer Ka­ser­ne ge­kom­men war, um ei­ne Re­por­ta­ge zu sch­rei­ben, sag­te so­fort Ja.

Zum Abschluss gab es eine Bonusrunde in der kleinen Bell-Maschine über seinen Heimatort Altfeld. Für die damalige Zeit ein Ausnahme-Erlebnis. Es sollten andere und nicht weniger beeindruckende folgen, erzählt Reinwarth, der an diesem Donnerstag seinen 80. Geburtstag feiern kann.

Der Start ins Leben war allerdings, wie bei vielen jener Generation, nicht einfach. Geboren wurde Reinwarth am 1. Juli 1941 in St. Joachimsthal im Erzgebirge. Aus der alten Heimat vertrieben, kam die Familie 1946 nach Altfeld. Nach der Volksschule folgte die Mittlere Reife an der Höheren Handelsschule Wertheim und eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Draht-Bremer in Marktheidenfeld. Die erste Stelle war jedoch im Büro im Staatlichen Forstamt Bischbrunn.

Entscheidende Weichenstellung

Eine entscheidende berufliche Weichenstellung war Reinwarths frühes Interesse am Journalismus. 1955 erschienen die ersten Pressefotos, dann war er als freier Zeitungsmitarbeiter in Altfeld und Umgebung unterwegs. 1960 folgte der Entschluss, mit einem Redaktionsvolontariat zu beginnen. Nach vier Jahren als Redakteur in Wertheim wechselte er von 1966 bis 1969 als Redaktionsleiter des Main-Echo nach Marktheidenfeld.

Doch bald wurde umgesattelt. Zunächst zum Leiter der Werbeabteilung bei Warema (1969 bis 1971), dann ging es bis 1976 zum Schimmel-Verlag in Würzburg. In diese Zeit fiel dann auch der Entschluss, bei der Flugschule Würzburg den Privatpilotenschein zu machen - samt Erwerb dreier Flugfunkzeugnisse in deutscher und englischer Sprache. 20 Jahre lang frönte Reinwarth in Hettstadt und in Altfeld seinem Hobby.

Bis 2000 im Arbeitsleben

1976 trat Günter Reinwarth seine letzte hauptberufliche Station an: Bis zum krankheitsbedingten Ausscheiden im Jahr 2000 leitete er das Sachgebiet Kreisentwicklung, Presse und Öffentlichkeitsarbeit am Landratsamt Main-Spessart. Zugleich fungierte er als Geschäftsführer des Regionalen Planungsverbands Würzburg.

Mit Ehefrau Ingrid verbringt der Jubilar seinen Ruhestand in Homburg. Viele Reisen haben sie in die ganze Welt unternommen. Doch bei allen Flügen und Reisen hat für Günter Reinwarth die Liebe zur Heimat einen besonderen Stellenwert: Seit 32 Jahren ist er als freier Mitarbeiter dieses Medienhauses unterwegs. 16 Jahre lang war er Jagdvorsteher und Schriftführer der Jagdgenossenschaft Homburg, bis heute ist er Mitglied des Jagdvorstands.

Engagiert hat sich der Jubilar auch im Beirat des Kulturvereins Schloss Homburg, war gemeinsam mit Ottmar Kliegl 1996 Mitbegründer des Freundeskreises Pater Eckart, dessen stellvertretender Vorsitzender er bis heute ist, und gehörte 19 Jahre lang einer Weinprüfungs-Kommission der Regierung von Unterfranken an.

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