Dorfladen Schollbrunn eingeweiht

Neben Nahversorgung auch soziale Funktion

Schollbrunn
2 Min.

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Der neue Dorfladen in Schollbrunn ist eröffnet worden. Foto: Henrietta Hartl
Foto: Henrietta Hartl
Es war wohl fast das gan­ze Dorf da, trotz des durch­wach­se­nen Wet­ters lausch­ten Hun­der­te Be­su­cher vor dem neu­en Dor­f­la­den in der Brun­nen­stra­ße den Re­den so­wie den fei­er­li­chen Stü­cken der ört­li­chen Blas­mu­sik und des Ge­sangs­ve­r­eins Scholl­brunn.

Nach den Grußworten von Landrat Thomas Schiebel, MdL Thorsten Schwab und Bürgermeisterin Thea Kohlroß meldeten sich noch viele weitere Gäste zu Wort, um vor allem den Beitrag der zahlreichen Unterstützer und Helfer zu würdigen.

Viele Eigenleistungen erbracht

Berthold Panknin von der Unternehmergesellschaft (UG) Unser Dorfladen erzählte schmunzelnd, dass viele Ehefrauen der fleißigen ehrenamtlichen Handwerker sich ratlos fragen würden, was ihre Männer denn nun tun könnten, nachdem der Dorfladen jetzt fertig sei, in dem so viele Stunden Arbeit steckten. Ramona Pfenning von der UG verglich in ihrem Bericht die vergangenen Monate humorvoll mit einer Schwangerschaft - unzählige Probleme und Beschwerden, aber auch viel Vorfreude. Nach der glücklichen Geburt des »Babys« nun sei sie zuversichtlich, dass Geschäftsführer Edgar Kaes ihm bald gut »das Laufen beibringen« würde.

Pfarrer Dieter Hammer und »mein Lieblings-Ministrant«, sein evangelischer Amtsbruder Kurt Hyn, weihten die neuen Ladenräume. Davor hatte Hyn augenzwinkernd daran erinnert, dass das Dorf ja schon zwei Treffpunkte habe - die Kirchen.

Schließlich stürmten die Neugierigen den Laden. Im Laufe der Woche hatte es bereits »Schnupper-Öffnungszeiten« gegeben, die auch schon genutzt wurden. Doch jetzt strömten alle in den Laden, in dem man an diesem Nachmittag ausnahmsweise bis etwa 16 Uhr einkaufen konnte. Vor allem die Wurst- und Fleischtheke war ordentlich belagert, doch auch das Kühl- und Tiefkühlangebot wurde prüfend betrachtet. Die Besucher schlenderten durch die Gänge mit den Regalen und bestaunten das Sortiment mit allem, was man für den Alltag und den Haushalt so braucht. Außerdem gibt es viele regionale Produkte, von Eiern bis Wein.

Mehr als nur ein Laden

Das für einen kleinen Laden große Angebot an Regionalem freut Margit Diehm besonders, die hier nun als Verkäuferin arbeitet. Sie ist eine der insgesamt drei Teilzeitkräfte, dazu käme noch eine 450-Euro-Kraft, erklärt sie - und »ganz viele« ehrenamtliche Helfer, vor allem noch jetzt in der Aufbauphase.

Diehm ist voller Begeisterung dabei, und hat sich selber an der UG beteiligt. Sie hofft, dass der Laden auch als sozialer Treffpunkt funktionieren wird, »die jungen Leut' im Dorf kennen ja oft die Älteren gar nicht mehr und umgekehrt.« Beim Einkaufen ergebe sich dann vielleicht öfters die Gelegenheit, mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen.

Dazu steht auch der große Tisch mit vielen Stühlen zwischen dem Obstregal und der Fleischtheke, ein wichtiger Anziehungs- und Ruhepunkt. Schnell hatten es sich einige daran gemütlich gemacht, vom kleinen Mädchen, das Leberkässtückchen knabberte, bis zu älteren Damen, die über einer Tasse Kaffee ein Schwätzchen hielt.

Daneben gab es zur Feier des Tages auch draußen Kaffee und große Bleche voller Kuchen für die vielen Besucher, die sich lebhaft unterhielten - ein guter Start für einen Treffpunkt fürs ganze Dorf.

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