Direktor der Puppenbühne, Buchautor und Liedermacher

Geburtstag: Friedel Liedhegener 70 Jahre alt

Partenstein
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Friedel Liedhegener feiert seinen 70. Geburtstag.
Foto: Annette Helfmann
Frie­del Lied­he­ge­ner, Grün­der und Di­rek­tor der Loh­rer Pup­pen­büh­ne, Kin­der­buch­au­tor, Dich­ter und Den­ker, Lie­der­ma­cher, Ver­fas­ser von Rei­se­be­rich­ten, Di­p­lo­min­ge­nieur im Ru­he­stand und Pri­vat­do­zent, wird am heu­ti­gen Di­ens­tag 70 Jah­re alt. Da­mit hat er das En­de sei­ner per­sön­lich ge­steck­ten Le­bens­leis­te bei­na­he er­reicht. Die steht bei 80.
Das Leben sieht der große Mann mit den flinken, wachen Augen als ein Dreigangmenü. Vorspeise und Hauptgang habe er gehabt, den Nachtisch brauche er nicht unbedingt, meint er und lacht dabei. Liedhegener ist eher praktisch veranlagt. Seine Leidenschaft zum Puppenspielen entdeckte er mit fünf Jahren, als er eine Puppenbühne geschenkt bekam. Fortan spielte er vor den Nachbarkindern. Gegen Gage, versteht sich.
Das Puppenspiel wollte der gebürtige Nordrheinwestfale aber nie zum Beruf machen. Das Tingeln wäre nichts für ihn gewesen. Zudem standen die Verdienstaussichten für einen Ingenieur deutlich besser. 1969 kam er als Konstruktionsgruppenleiter zu Rexroth. Es sollten nur vier Jahre im Spessart werden, doch es wurden 40.
»Moenus« mitgegründet
Als Gründungsmitglied der Lohrer Folkgruppe »Moenus« begann er in den 1970er Jahren Lieder für das Nürnberger Bardentreffen zu schreiben und vorzutragen. In diese Zeit fällt auch die Gründung der »Lohrer Puppenbühne«, mit der er 20 Jahre auf dem Lohrer Stadtfest zu erleben war. Liedhegener spielt Mitmachtheater, unterstützt von seiner Enkelin Marie (5).
Beruflich ging es für ihn in leitender Position stets bergauf, bis er Mitte der 1990er-Jahre einen Strich zog und auf Seminare für Antriebstechnik und Hydraulik umstellte. 2009 ging er in Rente. Seminare in ganz Deutschland gibt er weiterhin. Bei der Volkshochschule Lohr ist er seit 40 Jahren Dozent und damit der Dienstälteste. Gut besucht sind sein Rhetorikseminare. Die Philosophiekurse finden vereinzelt Anklang, bedauert Liedhegener.
Er ist »bibelfester Atheist« und in keinem Verein Mitglied. Aber er gehört zur Gruppe »Der Schreibtisch im Spessart«. Im Iskoverlag ist sein erstes Kinderbuch Robi und Christine, eine Science-Fiction-Geschichte erschienen. Sein zweites Buch ist so gut wie fertig. «Der Gesang der Jünglinge im Feuerofen«, ist ein autobiografisches Werk, in dem Liedhegener viele Erfahrungen der Kindheit einfließen lässt und verarbeitet. »Ich glaube, ich bin Minimalist«, sagt er von sich selbst.
In seinem »Wunderzimmer«, wie seine jüngsten Enkel sein Arbeitszimmer mit den Handpuppen, Instrumenten, Fotos und Büchern nennen, denkt er nach. Dort hängt auch seine persönliche Lebensleiste, die bei 80 endet. Bis 70 zieren Fotos die Leiste. Eine Stecknadel markiert das Jetzt. Wer weiß, vielleicht muss Liedhegener die Leiste verlängern? »Dann ist das halt so«, meint er. »Abschied nehmen muss man üben«.Annette Helfmann
bMehr über Friedel Liedhegener unter www.der-schreibtisch-im-spessart.de und www.kreidler-giessen.de.
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