Dieter Charwat sattelt den Drahtesel

Fahrrad-Fernfahrt: 73-jähriger Frammersbacher will in den kommenden fünf Wochen 3700 Kilometer zurücklegen

Frammersbach
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Dieter Charwat mit seinem bepackten Fahrrad vor der Abreise.
Foto: Tim Ruppert
Die­ter Char­wat aus Fram­m­ers­bach ist wie­der auf Tour: Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag be­gann der 73-Jäh­ri­ge sei­ne nun schon zehn­te gro­ße Rad­rei­se. In un­ge­fähr fünf Wo­chen will er ins­ge­s­amt 3700 Ki­lo­me­ter zu­rück­le­gen, wo­bei er täg­lich 100 Ki­lo­me­ter ein­ge­plant hat.

Seine Tour beginnt in seinem Heimatort Frammersbach und führt ihn über die Eifel und Luxemburg nach Belgien. Von dort fährt er weiter nach Calais, das an der nördlichen französischen Küste liegt. Dann geht es über den Ärmelkanal per Fähre nach Dover, um in den südwestlichen Zipfel Cornwalls in England zu fahren. Nach der Durchquerung der britischen Insel geht es per Fähre dann wieder nach Frankreich in die Gemeinde Roscoff. Am Meer entlang führt der Weg dann durch die Bretagne nach Nantes, von wo aus Charwat wieder Richtung Osten und Frammersbach radelt.

Die Route hat der Frammersbacher im Vorfeld an seinem Laptop geplant und auf das GPS-Gerät überspielt, das an seinem Fahrrad angebracht ist. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten musste er organisieren.

Meistern will der Rentner diese Tour mit seinem 16 Kilogramm schweren Fahrrad, das schon »ganze 35.000 Kilometer auf dem Buckel« hat. Hinzu kommt, dass er es »rein mit Muskelhydraulik« betreibt. Das Rad ist laut ihm sehr gut und hatte bisher auch nur zwei Reifenplatten, die beide an demselben Tag bei seiner Tour in Schweden vorgefallen sind.

Um mögliche Pannen macht sich der Hobby-Radfahrer keine Gedanken: »Die Leute sind allgemein sehr, sehr hilfsbereit«, meint er. Hinter dem Sitz ist sein Gepäck verstaut. Gerade mal 20 Kilogramm versorgen ihn die nächsten Wochen. Er betont auch, dass man bei dem Gepäck sehr sparsam arbeiten müsse, da man jedes einzelne Kilogramm auf einer solch langen Reise spüre. Heuer hat er auch zum ersten Mal ein Zelt dabei, um auf einem Campingplatz zu übernachten.

Wichtig bei einer solchen Tour ist auch, dass man leuchtende Farben trägt. Sogar der Gepäckträger wird mit einem Warnschutz bedeckt, damit die Autofahrer vom Gas gehen, da auf der Straße »wenig Knautschzone« ist. Eine besondere Herausforderung dieses Mal ist der Linksverkehr in England. Dafür muss sich Dieter Charwat umgewöhnen. Hinsichtlich Verständigung im Ausland sei er bestens vorbereitet, meint er. Er habe die für ihn wichtigen Fragen auf Englisch parat.

Auch in Zukunft hat Dieter Charwat weitere solcher Touren geplant: »Ich denke nicht ans Aufhören«, stellt er klar. Mögliche Reiseziele sind dann Schweden beziehungsweise Finnland.

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