Die Tür aus dem Hamsterrad

Autorin: Lohrer Unternehmerin Kunigunde Lindner schrieb Buch, wie Angst überwunden werden kann

Lohr a.Main
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Die Lohrer Unternehmerin Kunigunde Lindner schrieb aus eigenen Erfahrungen ein Buch, das Menschen Mut machen soll, die keinen Ausweg aus ihrem sogenannten Hamsterrad finden. Foto: Frank Zagel
Foto: Frank Zagel
Kann man in der Ge­sell­schaft funk­tio­nie­ren, da­bei al­lem ge­recht wer­den und sein Le­ben nach die­sen Er­war­tun­gen aus­rich­ten? Dar­über und wie es auch mit der Diag­no­se De­pres­si­on noch im­mer ei­nen Aus­weg zur ei­ge­nen Frei­heit ge­ben kann, hat die Loh­rer Un­ter­neh­me­rin Ku­ni­gun­de Lind­ner ein Buch ge­schrie­ben.

Ein sehr persönliches Buch mit emotionalen Momenten aus dem Leben der Österreicherin, die seit 1994 in Lohr lebt und hier gemeinsam mit ihrem Mann ein IT-Unternehmen führt. Vor allem das berufliche Engagement führte bei der 53-Jährigen zur inneren Leere, die zum Rückzug aus der Gesellschaft und Antriebslosigkeit führte. Der Punkt an dem Lindner professionelle Hilfe benötigte und die Diagnose Depression erhielt, war erreicht.

In vielen Erzählungen gibt Lindner in ihrem Buch »Auch das Hamsterrad hat eine Tür« Lösungsmöglichkeiten aus eigenen Erfahrungen, mit dieser Erkrankung auch ohne Medikamente leben zu können. »Ich habe Berge vor mir hergeschoben und fand keinen Ausweg mehr«, sagt Lindner im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Geschäftsfrau möchte ihren Lesern vor allem Mut machen, einen Weg zu finden, das sogenannte Hamsterrad verlassen zu können. »Mein Buch richtet sich an alle Menschen, die im Alltag feststecken und nicht weiterkommen.«

Dies kann der Leser an vielen lebensbegleitenden Ausführungen mitfühlen. Jeder findet sich in einer der vielen Alltagssituationen aus ihrem Leben wieder. »Ich denke viel über die Situationen nach, die uns im alltäglichen Leben begegnen«, sagt Lindner. »Oftmals zittern in gewissen zwischenmenschlichen Situationen die Hände und es kommt zu Unsicherheiten und Überforderung.« »Das ist eine Sache des Blickwinkels, woher kommt denn diese Angst«, fragte sich die Autorin, als sie ihr Werk anging.

Lindner möchte, dass sich ihre Leser selbst kennenlernen. »Ich nehme meine Leser auf eine Reise in mein Leben mit, in denen bei mir in überforderten Alltagssituationen der Groschen gefallen ist.« Als Biografie möchte die Geschäftsfrau ihre Einblicke aber nicht sehen.

Lindner wollte für sich selbst erfahren, woher ihre Ängste kommen. Dabei arbeitete sie mit inneren Bildern, die eine Selbstspiegelung für sie ermöglichten. Als Prozess, eine Tür aus dem eigenen Hamsterrad zu finden, sieht Lindner neben der professionellen Hilfe, mehr Zeit für sich selbst zu finden und sein Leben umzugestalten. Dazu zählt beispielsweise das Schaffen von Ruheinseln, aber auch die minimale Veränderung von unausweichlichen Alltagssituationen: Bewusst die Sitzposition verändern, positives Bestärken, das Lindner als Seelenschokolade bezeichnet, und aufmerksam auf die Signale des Körpers achten. »Du und Dein Körper sind ein unzertrennliches Team«, schreibt Lindner in ihrem Buch, »schenke ihm die Aufmerksamkeit, die er verdient.«

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