Die Rothenfelser Rathaussanierung wird teurer

Stadtratssitzung: Wegen Fledermäusen und steigender Baustoffpreise - Keine Handwerker für Heizungsumbau gefunden

Rothenfels
2 Min.

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Die Vorarbeiten für den Aufzug am historischen Rathaus in Rothenfels laufen. Die Rathaussanierung wird insgesamt teurer. Foto: Susanne Feistle
Foto: Susanne Feistle
In der Stadt­rats­sit­zung in Ro­then­fels am Mitt­woch­a­bend brach­te Bür­ger­meis­ter Mi­cha­el Gram das Gre­mi­um auf den neu­es­ten Stand zur Sa­nie­rung des his­to­ri­schen Rat­hau­ses. Ak­tu­ell lau­fen Na­tur­stein­ar­bei­ten an der Fas­sa­de, das Fun­da­ment für die Trep­pe wur­de er­s­tellt und der Auf­zugs­schacht wird ge­mau­ert.

Auch bei der dritten Ausschreibung der Heizungsgewerke wurde kein Angebot für die Umrüstung der Heizung abgegeben. Jetzt muss das Leistungsverzeichnis gestückelt werden, da notwendige Heizkörper beim Aufzug installiert werden müssen und die Sanitärarbeiten in der barrierefreien Toilette jetzt erfolgen müssen. Der eigentliche Heizungsaustausch muss dann neu ausgeschrieben werden. »Das ist schade, denn dadurch wird es bestimmt nicht billiger«, so Gram.

Die Natursteinarbeiten liegen 80.000 Euro unter den veranschlagten Kosten. Dafür werden die Zimmererarbeiten um diese Summe teurer. Den Auftrag hierfür erhielt die Firma DHR Gleichberge aus Römhild für 445.524 Euro. Von zwölf angefragten Firmen haben drei ein Angebot abgegeben. Ein Nachtrag von 1126 Euro wurde für ein zusätzliches, wegen der Fledermäuse kurzfristiges, Gerüst an der Mainstraße nötig und für die Stahltreppe ergeben sich Mehrkosten von rund 5000 Euro durch den verteuerten Stahlpreis und die Verzinkung.

Rund zehn Prozent höher

Nach aktuellem Stand liegen die Kosten für die Rathaussanierung mit 2,33 Millionen Euro rund zehn Prozent höher als zuletzt angenommen. Diese Mehrkosten liegen unter anderen an der Aufsplittung der Arbeiten wegen der Fledermäuse im Dach des Rathauses, an Schäden der Balken in Böden und Decken und nicht tragender Fensterstürze. Die Mehrkosten werden bei der Regierung eingereicht, um einen neuen Förderbescheid mit 90-prozentiger Förderung zu beantragen.

Ein weiteres Thema im Stadtrat war der Kindergarten. Da im örtlichen Kindergarten keine Kinderkrippe vorhanden ist, dürfen dort nur fünf Kinder unter 2,5 Jahren aufgenommen werden. Das ist auch einer der Gründe für den geplanten Kindergartenneubau. Es gibt aktuell wesentlich mehr Anmeldungen als Plätze. »Die Schaffung von Kindergartenplätzen ist eine Pflichtaufgabe, der wir nachkommen müssen und auch wollen«, so Gram. Deshalb wurde ein Antrag an das Landratsamt gestellt, dass übergangsweise mehr Kleinkinder aufgenommen werden dürfen. Mündlich wurde dies bereits zugesagt, allerdings mit der Vorgabe, den neuen Kindergarten auch zeitnah zu bauen.

Bereits mehrfach wurde im Rat über Starkregengefahrenkarten gesprochen. Solche sind auf der Homepage des Landratsamtes einsehbar. Laut Wasserwirtschaftsamt sollen in diesem Jahr neue Karten veröffentlicht werden. Zudem wird der Stelzengraben vom Flussmeister begangen, um zu prüfen, ob hier bauliche Änderungen oder Verbesserungen notwendig sind. All das wurde bereits mehrfach besprochen. Trotzdem griff Gram das Thema nun wieder auf, da er erfahren hatte, dass Jörg Merholz Unterschriften für einen Bürgerantrag in Zusammenhang mit Starkregen sammelt. »Bevor man überstürzt Ingenieurbüros beauftragt, sollte man das Ergebnis dieser Karten abwarten und dann beurteilen, ob und welche weiteren Schritte sinnvoll sind«, so Gram.

Der Haushalt 2022 soll in der nächsten Sitzung genau vorgestellt und verabschiedet werden. Gram teilte mit, dass Adalbert Hauck für 50 Jahre als Feldgeschworener geehrt worden ist. Er gratulierte dem FV Bergrothenfels-Hafenlohr noch einmal zum Aufstieg in die Kreisklasse.

Da die Verstärkerbusse demnächst eingestellt werden, ergeben sich für die Schüler aus Bergrothenfels ungünstige Fahrzeiten. Ein Bus fährt sehr früh und beim anderen müssen die Schüler in Hafenlohr aussteigen, warten bis der Bus aus Windheim wieder kommt und können dann erst wieder zusteigen. Gram findet das keine gute Lösung und möchte mit einem Brief an das Landratsamt auf die Situation aufmerksam machen.

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