Die Knickschlange und der Kreis

Mathe-Olympiade: Zwei Gymnasiasten aus dem Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium Lohr nehmen an der Landesrunde teil

Lohr a.Main
2 Min.

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Erleichtert nach zwei anstrengenden Klausuren: Nicholas Schwab mit dem Wettbewerbsmaskottchen »Mathematigerin«, Schulkamerad Nicolas Scherzer sowie Richard Greiner, der den bayerischen Wettbewerb mitorganisiert.
Foto: Pat Christ
In je­weils zwei Stun­den schaff­te Ni­cho­las Schwab aus Lohr die bei­den Ma­the-Klau­su­ren, die auf dem Pro­gramm der 54. Ma­the-Olym­pia­de in Bay­ern (MO­By) stan­den. Da­mit be­nö­t­ig­te der Elf­kläss­ler vom Franz-Lud­wig-von-Er­thal-Gym­na­si­um nur die Hälf­te der zu­ge­stan­de­nen Zeit.

Besonders schwer, meint der mathematische Überflieger, der heuer in Würzburg zum vierten Mal an dem bayernweiten Wettbewerb teilnahm, seien die Klausuren diesmal nicht gewesen.
Das sah sein Schulkamerad Nicolas Scherzer ein wenig anders: »Ich habe bei beiden Klausuren die vollen vier Stunden ausschöpfen müssen.« Auch der 17-Jährige nahm zum vierten Mal an der Mathe-Olympiade teil. Ganz so schwer wie diesmal sei ihm die Lösung der Aufgaben bei den vorherigen Wettbewerben nicht gefallen. Worum es ging, meinen die Jugendlichen, sei schwer zu erklären. Denn bei jeder Aufgabe hieß es, sich in mathematische Höhen hinaufzuschwingen, die Nichtmathematikern kaum zugänglich sind. So stand bei einer Aufgabe eine »Knickschlange« im Mittelpunkt. Diese Schlange musste in einen kreisrunden Käfig mit einem bestimmten Radius bugsiert werden. Wie groß durfte sie maximal sein, damit sie in den Käfig passt? Entscheidend bei dieser recht einfach klingenden, jedoch auch in den Augen von Nicholas Schwab anspruchsvollen Aufgabe war es, auf einen pfiffigen Lösungsweg zu kommen. Bei Schwab zündete es ziemlich rasch. Sein Schulkamerad Nicolas Scherzer kam am Ende ebenfalls auf das Ergebnis, allerdings auf einem umständlicheren Weg.
174 Schüler aus Bayern nahmen an der Matheolympiade in Würzburg teil. Von Freitag bis Sonntag lernten sie die Uni Würzburg, den Campus am Hubland, den riesigen Hörsaal der Mathematiker und die Würzburger Jugendherberge kennen. Nach den Klausuren am Samstag durften sie an einem Kreativprogramm teilnehmen, das, ebenfalls etwas mit Mathe zu tun hatte.
In die Forschung gehen
Nicholas Schwab und Nicolas Scherzer möchten nach dem Abitur Mathematik studieren. Beide können sich vorstellen, ihr Studium in Würzburg zu absolvieren. Doch während Scherzer noch nicht genau weiß, was er mit einem Mathematikstudium anfangen möchte, steht für Schwab fest: »Ich möchte in die Forschung gehen.« Viele Jugendliche haben wie er große Freude daran, Mathematik um der Mathematik willen zu betreiben, bestätigt der Richard Greiner, der dem Organisationsteam der MOBy-Landesrunde angehört. Einen konkreten Bezug zur Realität benötigen die jungen Mathefans nicht. Dies ändere sich aber erfahrungsgemäß im Laufe des Studiums: »Die Studierenden entdecken, wie sich Mathematik in den Ingenieurwissenschaften, im Finanz- und Bankwesen oder in der Versicherungsbranche anwenden lässt.« Pat Christ

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