Dem Grundwasserschutz auf den Grund gegangen

Landwirtschaft: Vorträge über Humusaufbau und Zwischenfruchtanbau in Karlstadt locken mehr als 60 Zuhörer an

Main-Spessart
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Über 60 Teilnehmer kamen zur Veranstaltung »Grundwasserschutz: Grundlagen und Umsetzung in der Landwirtschaft« vorige Woche nach Karlstadt. In zwei Vorträgen wurde das Thema behandelt.
Das Pflanzenbauteam des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt unter Leitung von Dr. Joachim Liebler und Wasserberaterin Eva Heilmeier bemühen sich im Rahmen des Projekts »Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie« um den Grundwasserschutz, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.
Unterstützung leisten dabei Organisationen der Landwirte, wie der Arbeitskreis Marktfruchtbau und der Verband landwirtschaftliche Fachbildung, sowie Wasserversorger wie die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV).
Der Geoökologe Dr. Wolff-Anno Bischoff vom Gutachterbüro Terraquat sprach über »Humusaufbau und die Auswirkungen des C-N-Verhältnisses auf die Nitratauswaschung«. Der Humusaufbau hänge von vielen Faktoren ab wie Boden, Klima, Viehbestand und Bewirtschaftung. Wichtig sei es, den Bodenlebewesen ständig organische Substanz als Nahrungsquelle zuzuführen. Über eigene Stickstoffuntersuchungen könne der Landwirt die Dynamik der Mikroorganismen auf seinen Flächen besser einschätzen lernen. Die anschließende Diskussion zeigte, dass die Landwirte sich mit diesem Thema ständig befassen und den Humusgehalt im optimalen Bereich halten wollen, um die besten Erträge zu erwirtschaften.
Anschließend schilderte der Pflanzenbauer Max Stadler vom AELF Pfaffenhofen »Zwischenfruchtanbau in der Praxis«. Zwischenfrucht werde nach der Ernte einer Hauptfrucht gesät: Der vorhandene Stickstoff, der sonst ausgewaschen und zu einer Nitratbelastung führen würde, wird in den Pflanzen gebunden, Erosion über den Winter verhindert und die Bodenlebewesen haben im Frühjahr genug Nahrung, um ihrerseits eine gute Bodenstruktur zu schaffen.
Der Referent stellte Mischungen mit unterschiedlicher Wurzelbildung vor, die damit den Boden lockern. Die Praxis zeige, dass bei regelmäßigem und vielfältigem Zwischenfruchtanbau die Bodenlebewesen, besonders die Regenwürmer zunehmen und damit die Bodenstruktur entscheidend verbessert werde. Damit können die Niederschläge optimal gespeichert und höhere Erträge erzielt werden. Weitere Veranstaltungen zu den Themen sind in Planung. red
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!