So will die CSU Main-Spessart ins Wahljahr 2023 gehen

Kontinuität und Geschlossenheit

MAIN-SPESSART
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Mehr zum Thema: Landtags- und Bezirkswahl in Bayern
Thorsten Schwab wurde wieder als Direktkandidat der CSU für die Landtagswahl 2023 nominiert, Maria Hoßmann für die Wahl zum Bezirkstag. Foto: Christian Weyer
Foto: Christian Weyer
Die Christ­lich-So­zia­le Uni­on (CSU) Main-Spess­art setzt auf Kon­ti­nui­tät und Ge­sch­los­sen­heit: Thors­ten Schwab geht 2023 wie­der als Di­rekt­kan­di­dat des Kreis­ver­bands für den baye­ri­schen Land­tag ins Ren­nen.

Der Bürgermeister von Hafenlohr wurde am Montagabend im Kreuzkloster in Gemünden als einziger Kandidat nominiert. Bei drei ungültigen Stimmen sprachen sich 120 von 124 Delegierten für Schwab aus, was einem Ergebnis von 96,8 Prozent entspricht. Er erhielt somit den Vertrauensbeweis, den er sich in seiner Bewerbungsrede zuvor gewünscht hatte. Der 46-Jährige sitzt seit 2013 im Landtag und strebt bei den Wahlen im Herbst kommenden Jahres seine dritte Amtszeit an.

Als Kandidatin für den Bezirkstag Unterfranken nominierte die Versammlung erneut Maria Hoßmann aus Eußenheim, die bei der vorangegangenen Wahl auf Anhieb das Direktmandat für die CSU geholt hatte. Bei fünf ungültigen Stimmen votierten 119 von 122 Delegierten für die 57-jährige Bezirksbäuerin und zweifache Mutter, was einer Zustimmung von 97,5 Prozent entsprach.

Fördergelder ergattert

Der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann aus Retzbach hatte Thorsten Schwab als Kandidaten vorgeschlagen. Dieser sei dicht an den Menschen, stellte Hoffmann heraus. Die Kommunen bräuchten einen Interessenvertreter in München, da sei Schwab als Bürgermeister der Richtige. In seiner neunjährigen Amtszeit habe sich der 46-jährige CSU-Kreisvorsitzende viel für Main-Spesart eingesetzt und etliche Zuschüsse erwirkt. »Die exorbitante Fördersumme für das neue Krankenhaus ist sein Meisterstück«, sagte Hoffmann.

Den Kontakt zu den Menschen in seinem Wahlkreis stellte auch Thorsten Schwab heraus. »Weil ich dich g'rad' seh« - diese Anrede kennten auch seine Bürgermeisterkollegen zur Genüge. Dahinter stecke oft die Hoffnung von »Menschen, die Sorgen haben«, als Abgeordneter könne er etwas an ihrer Situation verbessern. Manchmal gehe es um Baugenehmigungen, dann wiederum um Behindertenparkplätze. In solchen Fällen versuche er, im Kontakt mit den Behörden eine für beide Seiten tragbare Lösung zu erreichen.

Zu den Sorgen der Menschen gehörten derzeit vor allem die hohen Energiepreise, berichtete Schwab. So habe ihm der Seniorchef der Hafenlohrer Bäckerei, Heinrich Fischer, vor Kurzem gesagt: »Wenn es so weitergeht, muss ich schließen.« Nächste Woche besuche er eine Bäckerei in Steinfeld, die mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen habe, kündigte der Landtagsabgeordnete an. »Sie können nicht das Dreifache fürs Brot verlangen, aber die Energiepreise sind um das Dreifache gestiegen«, skizzierte Schwab die Problematik.

Zu seinen Aufgaben zählt er auch, den Kontakt zu halten zu seinen 39 Bürgermeisterkollegen im Landkreis. Indem er sie gleichzeitig informiere, sollen alle die gleichen Chancen haben, an Fördergelder zu kommen. Ideen und Wünsche aus dem Stimmkreis nach München zu tragen zählt Schwab zu seinen Hauptaufgaben. »Wenn man nicht >hier!

In den beiden Ausschüssen Wohnen, Bau, Verkehr sowie Landwirtschaft, Ernährung und Forsten ist Thorsten Schwab im Landtag tätig. Zum einen sei er damit nah dran an der Städtebauförderung, »die sehr wichtig für viele Kommunen ist«, und die Dorferneuerung sei eine der Haupteinnahmequellen für die Gemeinden.

Als dreifacher Vater kenne er auch die Nöte von Eltern, die ein Kindergarten- oder Schulkind haben, nur zu gut.

Alle gegen die CSU

Um bei den anstehenden Wahlen erfolgreich zu sein, »gilt es zusammenzuhalten«, sagte Schwab, und in den Ortsverbänden nun wieder etwas aktiver zu werden. »Die Landtagswahl ist kein Selbstläufer, die Konkurrenz schläft nicht«, so schätzt es der Kandidat ein. »Alle gegen die CSU wird's am Ende heißen«, meinte Schwab und forderte seine Parteimitglieder dazu auf: »Wir müssen Geschlossenheit nach außen demonstrieren.«

Auch Maria Hoßmann, die von vielen Sitzungen und Terminen während ihrer fünfjährigen Tätigkeit als Bezirksrätin berichtete, gab als Devise für den kommenden Wahlkampf aus: »Wir müssen zusammenhalten - damit wir nicht auch in Bayern von einer Ampel regiert werden.«

Alle Artikel zur Landtags- und Bezirkstagswahl 2023 gibt es im Dossier unter https://www.main-echo.de/wahlen.

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