Lohrs Bürgermeister Paul: Illusion vom ewigen Frieden endet mit russischem Angriff

Gedenken zum Volkstrauertag

Lohr a.Main
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Mit Ansprachen und Kranzniederlegungen haben Repräsentanten der Stadt Lohr anlässlich des Volkstrauertags der Toten von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht. Foto: Thomas Josef Möhler
Foto: Thomas Josef Möhler
Mit An­spra­chen und Kranz­nie­der­le­gun­gen an den Eh­ren­ma­len im Stadt­ge­biet ha­ben Re­prä­sen­t­an­ten der Stadt Lohr am Sonn­tag an­läss­lich des Volk­strau­er­tags der To­ten von Krie­gen und Ge­walt­herr­schaft ge­dacht. Bei der Ge­denk­fei­er am Eh­ren­mal an der Gra­fen-von-Rieneck-Stra­ße er­in­ner­te Bür­ger­meis­ter Ma­rio Paul an die 60 Mil­lio­nen To­ten des Zwei­ten Welt­kriegs und frag­te: »War das nicht Mah­nung ge­nug?«

Die Menschen in weiten Teilen Europas hätten sich nach 1945 an ein Leben in Frieden, Freiheit und Demokratie gewöhnt, so Paul. Die kollektive Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und das Bewusstsein für die zerstörerische Natur von Ideologien und Nationalismen hätten sich verflüchtigt. Die im Westen Jahrzehnte lang gepflegte Illusion vom »ewigen Frieden« endete nach Pauls Worten jäh am 24. Februar mit dem russischen Angriff auf die Ukraine.

Dieser Tag markiere den Wendepunkt der Nachkriegsordnung. Nun sei der Krieg zurück, mit Toten und Verletzten, zerstörten Städten und Millionen Menschen auf der Flucht. »Das alles haben wir doch schon im nicht zu ertragenden Übermaß erlebt«, sagte Paul. Er wünsche sich, dass sich nicht die Geschichte der Kriege wiederhole, sondern »Erzählungen von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, die stärker sind als jede Gewalt«.

Ehrenabordnungen bei der Gedenkfeier stellten Feuerwehr, THW, Polizei, Rotes Kreuz, die Patenschaftskompanie der Bundeswehr aus Veitshöchheim und die Gemeinschaft deutscher Transportflieger. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Wolfgang Riedmann begleitete die Feier musikalisch.

tjm/Foto: Thomas Josef Möhler

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