B26n: Bürgerinitiative kritisiert CSU-abgeordneten Hoffmann

Vorstand wirft Abgeordnetem »Ignoranz« vor

Lohr
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»Alex­an­der Hoff­mann ver­tritt ural­te, über­hol­te Mei­nun­gen, was Stra­ßen­bau und In­fra­struk­tur an­geht.« Mit die­sen Wor­ten und Kopf­schüt­teln quit­tiert der Vor­stand des Ve­r­eins »Bür­ger und Kom­mu­nen ge­gen die West­um­ge­hung Würz­burg/B 26n« in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung die Aus­füh­run­gen des CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten in die­ser Zei­tung.

Beisitzer Wolfgang Rupp als Ältester in der Runde könne dessen Stellungnahme nicht fassen, schreibt die Bürgerinitiative. Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen habe selbst die Kanzlerin geäußert, dass der Kampf gegen den Klimawandel beschleunigt werden müsse. »Nun serviert Hofmann eine Straße auf dem Silbertablett«, kritisiert Rupp. »Welch antiquierter Politikstil, welch Ignoranz gegenüber den eigentlichen Herausforderungen unserer Zeit. Unterfranken braucht die Millionen, aber nicht für Straßenneubau, sondern für präventive Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel.« Die Mobilitätswende müsse ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzes sein.

Der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative, Armin Beck, erklärt, der Ausbau der digitalen Infrastruktur müsse nach den Erfahrungen der Pandemie Hauptaufgabe des Bundes werden: »Hier liegen die Haupt-Infrastrukturmängel - auch in Main-Spessart.« Um das umweltschädliche Berufspendeln auf ein Mindestmaß zu reduzieren, sei der digitale Ausbau alternativlos. Weiterhin Geld in Straßenbauprojekte investieren zu wollen, sei kurzsichtig, wenn nicht sogar »verantwortungslos«.

Der Steinfelder Bürgermeister Günter Koser könne vor allem den Ausführungen Hoffmanns zu Lohr nicht folgen, erklärt die BI. Für ihn sei klar, dass die B 26n westlich von Karlstadt und besonders in Richtung Lohr, Steinfeld, Rechtenbach und Lohrtal erst Verkehrsprobleme bringe. »Wenn die B 26n erst in Karlstadt endet, fahren 1400 Fahrzeuge, davon 900 Lastwagen mehr durch Steinbach«, kritisiert Koser. »Das schafft Probleme, die man ohne die B26n nicht hätte.«

Schriftführer Reinhard Rauch erklärt, ein Austausch zur B 26n sei mit Alexander Hoffmann bisher nicht möglich gewesen: »Argumente gegen die B 26n erkennt er nicht an. Seine eigenen, teilweise fragwürdigen Behauptungen pro B 26n stellt er als Fakten dar.« Rauch störten die »abwertenden verbalen Attacken« von Hoffmann gegen alle, die die B 26n ablehnen, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Vorstand der Bürgerinitiative stellt klar, dass diese alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen werde, um das Projekt im Planfeststellungsverfahren oder auf dem anschließenden Klageweg zu verhindern.

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