Martinsbräu: Braugerste nur noch aus der Region

Kurze Transportwege

Marktheidenfeld
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Die Martinsbräu bezieht ihre Braugerste künftig ausschließlich von Landwirten aus der Region. Foto: Christian Schwab
Foto: Christian Schwab
»Beim Hop­fen ha­ben wir lang­fris­ti­ge Ver­trä­ge, Was­ser be­kom­men wir aus dem ei­ge­nen Brun­nen und die Brau­gers­te er­hal­ten wir von Bau­ern aus der Re­gi­on«, sagt Mar­tins­bräu-Che­fin Ma­ria Mar­tin zur La­ge bei den Roh­stof­fen.

Vor Kurzem hat das Marktheidenfelder Familienunternehmen mit sechs Bauern aus der Region Verträge abgeschlossen, um von diesen die Braugerste zu beziehen. »Die Preise werden jedes Jahr neu verhandelt, so dass es für beide Seiten passt«, sagt Maria Martin.

Zusammen mit Thomas Lang, dem Mälzer aus Mellrichstadt, habe man in den vergangenen Monaten ein Konzept erarbeitet, wonach in Zukunft die Braugerste der Martinsbräu ausschließlich von Landwirten aus der unmittelbaren Nachbarschaft bezogen werden wird. Seit vielen Jahren bestehe zwischen der Martinsbräu und der Rhön-Malz GmbH eine enge Geschäftsverbindung. Das Malz, das aus Mellrichstadt geliefert wurde, habe schon bisher ausschließlich aus Unterfranken gestammt. Jetzt wollte man noch einen Schritt weitergehen und die Braugerste direkt von Landwirten aus den Nachbargemeinden beziehen.

Die Partner aus den Reihen der Landwirte sind: Stefan Hoh aus Marktheidenfeld, Jochen Schäfer und Reinhold Heroth aus Glasofen, Martin Öhrlein und Sebastian Eyrich aus Urspringen und Markus Niedermüller aus Birkenfeld, der nicht nur Braugerste liefert, sondern auch mit seinem Lagerhaus in der Weidenmühle mit von der Partie ist.

Für die engagierten Landwirte bedeute die Partnerschaft Planungssicherheit zu fairen Preisen und die Brauerei könne ihren Rohstoff Braugerste sicherstellen. Die Martinsbräu werde so nicht gezwungen sein, auf Braugerste aus dem Ausland zurückzugreifen, erläutert die Brauereichefin.

Nachhaltigkeit werde immer wichtiger, für alle Beteiligten spiele der Schutz der Umwelt eine große Rolle. »Der Anbau von Braugerste ist gelebter Wasserschutz und wirkt sich positiv auf den Nitratwert des Grundwassers aus«, sagt die Brauereichefin.

Die Braugerste direkt von hier, gelagert in nächster Umgebung, das bedeute kurze Transportwege und somit Klimaschutz. »Im Idealfall nimmt der LKW, der das Malz aus Mellrichstadt liefert, die Braugerste wieder mit«, sagt Braumeister Luis Pfeuffer-Martin.

Damit die Partnerschaft zwischen Brauerei, Landwirten und Mälzer langfristig und zu einem »Projekt zum Anfassen« wird, sollen Schilder auf die Felder gestellt werden, die darüber informieren. Außerdem will die Martinsbräu jeden Landwirt auf ihrer Homepage porträtieren, kündigt Maria Martin an.

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