Blatt wendet sich: Firmen buhlen um Lehrlinge

Berufsinformationstage: Für Schüler und Eltern vom 31. März bis 1. April in der Gemündener Scherenberghalle

Main-Spessart
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BIT 2010 in Gemünden
Die Berufsinformationstage in Gemünden sind für Schüler eine Möglichkeit, sich über die vorgestellten Ausbildungsberufe zu informieren.
Foto: Herbert Hausmann
Die Be­rufs­in­for­ma­ti­ons­ta­ge (BIT) Main-Spess­art wer­den voll­jäh­rig: Zum 18. Mal fin­den sie un­ter dem Mot­to »Dei­ne Zu­kunft in Main-Spess­art« am Frei­tag, 31. März, nur für Schü­ler und am Sams­tag 1. April, für Schü­ler und Er­zie­hungs­be­rech­tig­te in der Ge­mün­de­ner Sche­ren­berg­hal­le statt.
Es ist eine dem Bedarf angepasste Berufsbörse mit stetig wachsender Nachfrage und Bedeutung, sagte Landrat Thomas Schiebel in einem Pressegespräch am Donnerstag im Landratsamt. Letztmalig war Manfred Goldkuhle dabei: Er ist Ideengeber und Koordinator des BIT-Arbeitskreises und geht in den Ruhestand.
Immer größer
Weil die BIT immer größer wurden, gibt es seit vergangenem Jahr eine zweite Halle für die Aussteller. In den 18 Jahren war das Profil der Messe unterschiedlich. In den ersten Jahren lag die Nachfrage mehr bei den Schülern, die Ausbildungsstellen suchten. Inzwischen sind es die Firmen, die um Auszubildende für ihre Unternehmen werben, stellte Landrat Thomas Schiebel fest.
BIT als Erfolgsgeschichte
Er sprach von der »Erfolgsgeschichte BIT, die sich wandelt und anpasst, aber das Konzept ist immer geblieben: Auszubildende vor Ort als adäquate Ansprechpartner, die sich offen austauschen mit den Schülern«. Hinzu kommen noch die Ausbilder oder Vertreter der 66 teilnehmenden Betrieben, Firmen, Institutionen, Innungen und Schulen, die bei den diesjährigen BIT knapp 300 Berufsbilder präsentieren.
»Heute besteht ein regelrechter Run auf unsere BIT«, freute sich Koordinator Goldkuhle. Er erinnerte sich noch gut an die Anfänge, als nur wenige Firmen zum Mitmachen bereit waren. Ein Prinzip gilt auch noch heute: BIT ist eine Berufsbild- und keine Firmenbörse. Firmen, die eine gute Ausbildungsarbeit leisten, sind seit 18 Jahren dabei, stellte Goldkuhle fest. Seit rund acht Jahren haben viele Firmen ihr Ausbildungsangebot mit dualen Studienplätzen erweitert. Das macht die Veranstaltung so auch interessant für Gymnasiasten. Ausgeweitet hat sich auch das Angebot an Berufsfachschulen.
Wehmütiger Ideengeber
Goldkuhle sprach in der Runde den hohen organisatorischen, personellen und finanziellen Aufwand für für die Betriebe, Schule, Berufsverbände und die Organisatoren an und schloss in seinen Dank die Stadt Gemünden mit der dortigen Feuerwehr und den teilnehmenden Firmen ein. »Wir können nach 18 Jahren ein ›volljähriges Kind‹ ins weitere Leben entlassen, das auf einen Beinen steht«, wurde der Ideengeber der BIT etwas wehmütig.
Bereichsleiter Freddy Dürrnagel von der AOK-Direktion Würzburg und Kollege von Goldkuhle bestätigte aus Sicht der Ausstellerbetriebe die Erfolgsgeschichte. Er wisse, dass mittlerweile die Firmen um Auszubildende kämpfen müssten. Den Fachkräftemangel gäbe es schon heute. Um dem entgegenzuwirken, müsse man selbst ausbilden.
Holger Steiger vom Landratsamt, der ebenfalls im Arbeitskreis mitwirkt, stellte fest, dass jeder dritte Besucher der BIT das Berufsbild dort findet, das er sucht. Das sei das Umfrageergebnis in den vergangenen sechs Jahren nach der jeweiligen BIT. Auch wenn Goldkuhle und Schatzmeister Erhard Döll altersbedingt von Bord gehen: Die BIT werden bleiben, bestätigte der Landrat. Sylvia Schubart-Arand
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