Berührende Klänge

Sing- und Musikschule: Sommerkonzert in der Alten Turnhalle mit einem abwechslungsreichen Programm

Lohr a.Main
1 Min.

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Peter Wirth (links) und sein Schüler Max Baumer legen sich ins Zeug bei »Improvisations für 2 Drumsets«. Foto: Doris Pfaff
Foto: Doris Pfaff
Auch wenn die brü­ten­de Hit­ze am Mitt­woch­a­bend den Akteu­ren beim Som­mer­kon­zert der Loh­rer Sing- und Mu­sik­schu­le in der Al­ten Turn­hal­le ei­ni­ges ab­ver­lang­te: Jun­ge und er­wach­se­ne Schü­ler bo­ten ei­nen ge­lun­ge­nen Qu­er­schnitt ih­res Kön­nens.
Den rund 80 Zuhörern hatte Schulleiter Peter Häring eingangs nicht zu viel versprochen: Es war ein buntes, abwechslungsreiches Programm, das etwa 30 Musizierende mit ihren Lehrkräften einstudiert hatten.
Den wunderschönen dreiteiligen Auftakt »Sonnenaufgang - Traumbilder - Strandcafé« aus Rainer Vollmanns »Traumbilder« gestalteten die »Flotten Zupfer« unter Regie des Kontrabassisten Hans Jürgen Zezula. Filigrane Akzente flocht die Querflöte, gespielt von Gloria Kraft, ein.
Zupackender Tastenschlag
Konzentriert, mit sauberen Läufen interpretierte darauf Jörg Bieberstein am Klavier Koji Kondos »Ground Background Music«; überzeugend auch sein zupackender Tastenschlag in »Hey, hey Wickie« (Christian Bruhn).
Eigene Klangpoesie und beherzten Mut ließ Pianospieler Adrian Lauerbach in Margret Fails »Inspirationen« einfließen. Begleitet von Daniel Herzig am Klavier sang sich Isabel Lang - ausdrucksstark auch in Mimik und Gestik - in die Herzen der Zuhörer, zunächst mit »Anthem« aus dem Musical »Chess«, gefolgt von »Völlig ohne Fehler« aus dem Musical »Mary Poppins«.
Berührend das Stück »Skinny Love« (Justin Vernon), das Eva Nätscher am Klavier präsentierte. Ausgefeilte Techniken, synchrone Einsätze und Rhythmus satt legten Schlagzeuglehrer Peter Wirth und sein Schüler Max Baumer an den Tag. Ihre fröhlichen »Improvisations für 2 Drumsets« hoben vor der Pause so manchen Zuhörer vom Hocker.
Zum Träumen schön ging es weiter in Ludovicos Einaudis »Oltremare/II giorni«, - ein weiteres Klavierstück, in das Philipp Merz sehr viel Emotion und melodischen Charme zu legen wusste. Begleitet von Herzig am Klavier sang darauf Canan Kurban gekonnt den Popsong »Wherever you will go« (Alex Band/Aaron Kamin).
Höchst konzentriert
Einen besonderen Reiz in Form, Rhythmus und Akkordstruktur entfaltete »Gnossienne Nr. 1.« (Erik Satie), perfekt am Klavier dargeboten von Fani Sapouridou. In sich versunken, aber höchst konzentriert trug Gitarrensolist Alexander Esgen die anspruchsvolle »Prelude Nr. 5« (Heitor Villa-Lobos) vor. Mucksmäuschenstill wurde es da in der Halle.
Ebenso gebannt lauschte das Publikum der jungen Klavierspielerin Lina Hartmann, die in der Sonate F-Dur und dem 1. Satz Allegro Assai ganz entzückend Ludwig van Beethoven huldigte.
Werbung im besten Sinne für die keltische Harfe machte zum Schluss Sängerin und Harfinistin Schona Mihalys-Marquart in den klangschönen Liedern »Woman oft the Ireland«, »Die kleine Meerjungfrau« und »The Voice«. Wie für alle anderen Darbietungen in dem gut einstündigen Konzert spendete auch hier das Publikum herzlichen Applaus.
Doris Pfaff
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