B26n: Verfahren läuft nun

Straßenbau: Beantragung der Planfeststellung

Arnstein
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Die Ver­kehr­s­ent­las­tung der Wern­tal­stadt Arn­stein rückt näh­er: Das Staat­li­che Bau­amt Würz­burg hat die Pl­an­fest­stel­lung für den ers­ten Bau­ab­schnitt der viel dis­ku­tier­ten B 26n von Mü­des­heim bis zur B 26a bei Arn­stein bei der Re­gie­rung von Un­ter­fran­ken be­an­tragt.

Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr am Mittwoch mit. In dem Verfahren werden nun alle öffentlichen und privaten Belange geprüft und abgewogen sowie eine Vielzahl von Rechtsfragen gelöst. Die Planunterlagen mit Zeichnungen und Erläuterungen werden ab etwa Mitte September auf die Internetseite der Regierung von Unterfranken gestellt und dann auch in gedruckter Form in den Rathäusern von Eußenheim, Werneck und Arnstein ausliegen, kündigte die Pressestelle der Regierung am Mittwoch an.

Zwei Großbrücken

Auf der rund acht Kilometer langen Neubaustrecke - vorbei an der vom Verkehr arg gebeutelten Stadt Arnstein - sollen zwei Großbrücken über das Krebsbachtal und den Pfannengraben sowie sechs weitere Brücken sowie abschnittsweise Überholstreifen mit zwölf Metern Breite gebaut werden. Ansonsten ist die geplante Fahrbahn 8,50 Meter breit. Arnstein soll künftig von der B 26n aus erreichbar sein über die drei Anschlussstellen »Arnstein Ost«, »Arnstein West« und »Arnstein Mitte«. Neben den Anschlussstellen wird die B 26n verknüpft mit der Staatsstraße 2294 nördlich von Heugrumbach. Hinzu kommt der zwei Kilometer lange Ausbau der Kreisstraße MSP 6 von der Anschlussstelle B 26n bis nach Müdesheim. Die geschätzten Kosten für den ersten Abschnitt der B 26n liegen bei rund 80 Millionen Euro.

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer freue sich, dass die Verkehrsentlastung von Arnstein damit einen weiteren Schritt näher rückt, heißt es aus München. Es werde nicht nur Arnstein vom Verkehr entlastet, sondern auch die Region besser an das Fernstraßennetz angeschlossen. »Das ist wichtig, denn wir wollen überall in Bayern gleichwertige Lebensverhältnisse - und da gehört eine gute Anbindung einfach dazu.« In Zukunft soll die gesamte B 26n die Autobahnen A 3 und A 7 miteinander verbinden, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.

Dauer unklar

Wie lange das Planfeststellungsverfahren dauert, kann Pressesprecher Johannes Hardenacke von der Regierung von Unterfranken nicht sagen. Es würde von den Einwendungen abhängen. Man gehe jetzt in die Anhörung, wobei die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange bereits in Kürze erfolge. Um allen betroffenen Bürgern die Möglichkeit zur Einsicht der Unterlagen zu geben, wird die öffentliche Auslegung erst nach den bayerischen Sommerferien beginnen.

Die geplante B 26n von der A 70 zur A 3 soll den Raum nordwestlich von Würzburg erschließen und eine Anbindung an das Autobahnnetz ermöglichen. Die rund 16 Kilometer lange Strecke vom Autobahnkreuz Schweinfurt/ Werneck als zweistreifige Bundesstraße mit abschnittsweisen Überholfahrstreifen bis nach Karlstadt ist im vordringlichen Bedarf. Der erste Abschnitt, für den jetzt die Planfeststellung beantragt ist, soll zunächst bis zur Anschlussstelle Arnstein-West bei Müdesheim gebaut werden und direkt anschließend dann die Fortführung nach Karlstadt. Im weiteren Bedarf ist die Weiterführung mit 26 Kilometern Länge von Karlstadt nach Südwesten auf die Autobahn A 3 vorgesehen. Ein 17 Kilometer langer zweistreifiger Zubringer nach Lohr auf die B 276 ist dem »weiteren Bedarf mit Planungsrecht« zugewiesen.

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