Auf die schiefe Bahn geraten

Glosse von Heinz Scheid

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Mehr zum Thema: Einfach Himmlisch
Stell dir vor, du wachst mor­gens auf, schaust aus dem Fens­ter und fällst aus al­len Wol­ken. Denn der Mond steht über­groß am Him­mel und droht auf die Er­de zu stür­zen. Die­se »sho­cking dis­co­ve­ry«, al­so furcht­ba­re Ent­de­ckung, ist Ge­gen­stand ei­nes Films, der ge­ra­de in hei­mi­schen Ki­nos ge­zeigt wird: »Moon­fall«.

In »Skyfall« kämpfte James Bond vor zehn Jahren um das Leben von »M«. In »Moonfall« muss nun gleich die ganze Welt vor dem Untergang gerettet werden, weil eine rätselhafte Kraft den Mond mit der Erde kollidieren lassen will.

Ein gewaltiges Spektakel, eine filmische Katastrophe und natürlich ein Thema für diese Spalte, in der wir himmlische Dinge dieser Art nur zu gerne aufgreifen.

Ganz überraschend taucht im Werbeclip für »Moonfall« ein alter Hit auf, nämlich »Bad moon rising« von Creedence Clearwater Revival. In dem Song geht ein böser Mond auf - als Bote von allerlei Unheil, wie Erdbeben, Blitze, Stürme und Fluten.

Im Film hingegen gerät der Mond selber »out of orbit«, das heißt auf die schiefe Bahn, und vollführt seltsame Sachen, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Ein irrwitziges Geschehen, das mit den Gesetzen der Physik freilich nicht zu erklären ist; aber dafür gibt es ja die künstlerische Freiheit.

Einstweilen besteht übrigens kein Grund zur Panik. Beim Vollmond vorigen Mittwoch stand der Erdtrabant nämlich noch dort, wo er sein sollte: Hoch am Nachthimmel.

Doch eigentlich müsste er durch die Schwerkraft zur Erde hingezogen werden, uns also auf die Pelle rücken, oder? Und was hat es mit der dunklen Seite des Mondes auf sich?

In »Moonfall« sind eher keine Antworten auf solche Fragen zu erwarten. Aber vielleicht mal in dieser Kolumne.

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