48 Hektar für Geschäft und Gewerbe

Bauleitplanung:Auf der Söllershöhe ist auch Platz für ein Einzelhandelsgeschäft mit 1600 Quadratmetern

Marktheidenfeld
2 Min.

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mar2804gewerbepark
Foto: Sabrina Christ
48 Hektar groß wird der neue Ge­wer­be­park Söl­lers­höhe im Stadt­teil Alt­feld, der auf ei­ner rein acker­bau­li­chen Nutz­fläche er­rich­tet wird. Auch ein Ein­zel­han­dels­be­trieb (or­an­ge Fläche auf dem Plan) ist auf dem Areal vor­ge­se­hen, ein Metz­ger und ein Bä­cker dür­fen an­ge­g­lie­dert wer­den.

Das Kernsortiment des Lebensmittelgeschäfts wird auf die örtliche Versorgung mit Nahrungs- und Genussmitteln ausgerichtet sein. Die maximal zulässige Verkaufsfläche beträgt 1600 Quadratmeter, berichtete der Landschaftsarchitekt Markus Fleckenstein aus Lohr am Donnerstagabend dem Stadtrat.

Ampel und Kreisverkehr

Dieser stimmte der Entwurfsplanung für den Gewerbepark mit Ausnahme von Joachim Hörnig (Freie Wähler) zu. Als Nächstes können sich die Öffentlichkeit, Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zu dem Verfahren äußern.

Fleckenstein erläuterte die Details der Planung. Das Gebiet befindet sich nordöstlich von Altfeld, direkt an der B 8, über die es auch erschlossen wird. Es werden eine Ampelanlage und neue Abbiegespuren eingerichtet, im Gewerbepark auch ein Kreisverkehr, über den der Altort angebunden wird. Die jetzige Zufahrt wird danach zurückgebaut. Im östlichen Randbereich des Areals steht ein Umspannwerk, das in den Gewerbepark eingebunden wird.

Der vorgesehene Einzelhandelsbetrieb soll keine Konkurrenz zur Innenstadt darstellen, sondern die örtliche Versorgung Altfelds und des Gewerbegebiets leisten. Auf dem Areal sind weder Tankstellen noch Wohnungen erlaubt.

Zum Altort hin soll eher kleinteiligeres Gewerbe geschaffen werden, die Wandhöhe wird auf neun Meter, die Gebäudelänge auf 60 Meter begrenzt. Im hinteren Areal sind dann bis zu 15 Meter Wandhöhe und 180 Meter Gebäudelänge möglich. Man habe sich an den Vorgaben des Gewerbegebiets »Schlossfeld«, das direkt neben der Autobahn liegt, orientiert, erläuterte Fleckenstein. Durch Grünflächen werde man 30 Meter Abstand zum Altort halten. Auch die Lärmbelästigung soll durch verschiedene Gewerbezonen begrenzt werden, eine Lärmschutzwand oder ein -wall seien nicht notwendig, meinte der Architekt.

31 Lastwagen im Halteverbot

Helmut Adam war da anderer Ansicht. Bei einem Verkehr von über 11 000 Fahrzeugen am Tag sei aktiver Lärmschutz entlang der B 8 erforderlich, meinte der Stadtrat der CSU. »Auf der B 8 wird definitiv der Verkehr massiv zunehmen«, räumte Fleckenstein ein. Schallschutztechnisch werde aber durch staatliche Stellen vermutlich nichts passieren. Wenn dies gewünscht wird, müsste sich die Stadt selbst damit befassen.

Auch das Problem mit parkenden Lastwagen müsse man in den Griff bekommen. Fleckenstein war am Dienstagabend im Gewerbegebiet »Schlossfeld« und hat dort nach eigenen Angaben 31 Lastwagen gezählt, die rechtswidrig parkten. Das dort gültige absolute Halteverbot »interessiert keinen Menschen«, meinte Adam und Hermann Menig (SPD) fügte hinzu, die 20 Euro Strafe seien von den Fahrern einkalkuliert. Die Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder berichtete, man sei im Gespräch mit der Polizei, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Man werde versuchen, das unerlaubte Parken mit Findlingen zu verhindern.

Vögel müssen umziehen

Lebensraumverluste werden einige Vögel durch den Gewerbepark erleiden. Zehn Brutreviere der Feldlerche und vier der Wiesenschafstelze liegen laut Architekt in dem Gebiet. Daher sei ein artenschutzrechtlicher Ausgleich erforderlich. Auf einer Fläche von rund 15,5 Hektar soll im jährlichen Wechsel neuer Lebensraum für Vögel geschaffen werden. Dies werde zum Beispiel durch doppelten Saatreihenabstand in Getreidefeldern gewährleistet.

CHRISTIAN WEYER
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