100 Zuschauer kommen zu fünf Filmen

1. Lohrer Kinomarathon: Veranstalter zufrieden mit Zuspruch - Die beiden Kinderfilme sind am meisten gefragt

Lohr a.Main
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»Man muss erst ein­mal 100 Leu­te für den Auf­takt zu­sam­men­be­kom­men«, hat Stadt­hal­len­ma­na­ger Tho­mas Funck den Pu­b­li­kums­zu­spruch zum 1. Loh­rer Ki­no­ma­ra­thon am Don­ners­tag in Lohrs neu­er Ver­samm­lungs­stät­te kom­men­tiert. Die fünf hin­te­r­ein­an­der ge­zeig­ten Fil­me sa­hen ins­ge­s­amt rund 100 Be­su­cher.
Die beiden Kinderfilme zogen zusammen fast 60 Zuschauer an. »Das machen wir für Kinder wieder«, kündigte Funck an. Man habe beim ersten Mal Filme quer durch das Spektrum ausprobiert. Den Nachmittag über sei das »Kafé Klinker« sehr gut besucht gewesen. Die Zusammenarbeit mit Marcel Brunner in Sachen Kino solle fortgesetzt werden.
Der Referent für Familien, Kinder und junge Menschen im Lohrer Rathaus hat den Filmmarathon organisiert. Der Wunsch nach Kinovorführungen habe auf einer Liste gestanden, die der Runde Tisch Kinder, Familie, Jugend erarbeitet habe und die ihm zu Beginn seiner Amtszeit vorgelegt worden sei, berichtete Brunner in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Schon bald sei daraus die Idee entstanden, nicht nur einen oder zwei Filme zu zeigen, sondern ein ganzes Spektrum abzudecken.
Das reichte am Donnerstag von den zwei Kinderfilmen »Pünktchen und Anton« (circa 25 Zuschauer) und »Das Sams« (32) über den Jugendfilm »Blueprint« (15) bis zur Tragikomödie »Die Royal Tenenbaums« (15) und den Streifen »American History X« (Original mit Untertiteln, 13 Zuschauer), in dem es um die Neonaziszene in den USA geht.
Ausgesucht haben die Filme Funck, der Lohrer Jugendbeirat und Brunner. Die Auswahl sei ein »langer Prozess« gewesen, so Brunner zurückblickend. Ein Kriterium sei gewesen, dass die Filme von einer DVD oder einem Blue-Ray-Trägermedium aus gezeigt werden dürfen, um sie in der Stadthalle mit einem Abspielgerät und Beamer zeigen zu können.
Das engte die Auswahl schon ein, denn viele Verleihfirmen liefern wegen des Kopierschutzes Filme nur noch auf Festplatten. Ein weiteres Problem waren nach Brunners Worten die zwischen Firmen wechselnden Vorführrechte. Zu bekannte Filme habe man auch nicht zeigen wollen, die ständig im Fernsehen liefen, weil man befürchtet habe, dass diese kaum jemand erneut sehen wolle.
Letzten Endes sei die Filmauswahl »völlig subjektiv«, aber nach konstruktiven Diskussionen im Gremium getroffen worden. Weil der letzte Film ab 21.15 Uhr ohnehin erst ab 18 Jahren zugelassen war, wurde das Problem des Jugendschutzes elegant gelöst.
Die Eintrittspreise von drei beziehungsweise fünf Euro für einen Film für Kinder bis zwölf Jahre und Erwachsene bis zu einer »Flatrate« von acht/zwölf Euro für alle Filme hätten erst kurz vor Beginn festgelegt werden können, weil die Verträge von den Verleihfirmen relativ knapp vorher eingetroffen seien.
Die Verleihfirmen hätten ohnehin einen sehr großen Aufwand verursacht, erklärte Brunner: »Mit einer E-Mail war es nicht getan, die Fülle an E-Mails war schon immens«.
Mit dem Zuspruch war auch Brunner zufrieden: »Aus den Kinderfilmen sind die Besucher mit strahlenden Gesichtern herausgegangen.« Für die anderen Filme hätte er sich etwas mehr Zuschauer erhofft. Wichtig sei vor allem, dass ein Angebot umgesetzt worden sei, das Bevölkerung und Politik gewünscht hätten, so Brunner.
Um die kinogerechte Verpflegung kümmerten sich der Jugendbeirat und die Jugendleitung des TSV Lohr (Hauptverein) mit Jana Schmidt und Fabian Anderlohr an der Spitze.
Die Jugendleitung sei an einer verstärkten Zusammenarbeit mit dem Jugendreferenten und dem Jugendbeirat nicht nur während des Filmmarathons interessiert, erklärte Jana Schmidt.
Stadträtin und Kreisjugendringvorsitzende Ruth Emrich half nicht nur ab 10 Uhr beim Aufbau, sie saß auch an der Garderobe, stand hinter der Theke und führte bis zum letzten Film die Kasse. Nach ihren Angaben kaufte ein Besucher eine Flatrate-Karte und sah sich drei Filme an. Fünf Besucher hätten je zwei Filme angeschaut.
»Ich wollte mal hinter die Kulissen sehen, damit ich mitreden kann und weiß, wie die Abläufe sind«, so Emrich. Nach dem Anlernen könne sie jetzt im Bedarfsfall an der Theke aushelfen.
Thomas Josef Möhler
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