Uni dokumentiert Missbrauchsfälle

WÜRZBURG
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Un­ter der Lei­tung des Kir­chen­his­to­ri­kers Do­mi­nik Bur­kard sol­len in ei­ner wis­sen­schaft­li­chen Ar­beit der Uni­ver­si­tät Würz­burg al­le Fäl­le von se­xu­el­lem Miss­brauch von Min­der­jäh­ri­gen und schutz­be­dürf­ti­gen Er­wach­se­nen im Bis­tum Würz­burg do­ku­men­tiert wer­den. Das kün­dig­te die Uni­ver­si­tät an.

Einen entsprechenden Vertrag zur Zusammenarbeit hätten Bischof Franz Jung und Universitätspräsident Paul Pauli unterzeichnet.

Die Studie werde vom Bistum finanziert. Abseits der finanziellen Zuwendung sei jedoch die völlig wissenschaftliche Unabhängigkeit garantiert. Neben der reinen Dokumentation der Missbrauchsfälle soll die auf fünf Jahre angelegte Forschungsarbeit auch dazu beitragen, Strukturen offenzulegen, die Missbrauch in der Kirche ermöglichten oder halfen, ihn zu verschleiern. Ferner sollen die Taten in den jeweiligen zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext eingeordnet werden.

Im Bistum arbeitet bereits eine Aufarbeitungskommission, die Fälle von Missbrauch und deren Hintergründe unter die Lupe nehmen soll. In Berichten ist von zahlreichen Missbrauchsfällen in den Jahren nach 1945 die Rede. Unter anderem wurden auch Vorwürfe von rituellem Missbrauch durch Geistliche erhoben.

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