Um die 70 Schausteller beim Kiliani in Würzburg erwartet

Traditionsvolksfest lockt vom 1. bis 17. Juli

WÜRZBURG
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Un­ter­fran­kens größ­tes Volks­fest, das Ki­lia­ni, wird heu­er am Frei­tag, 1. Ju­li, um 19 Uhr mit dem Fest­bier­an­stich durch Ober­bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schuchardt er­öff­net.

17 Tage Unterhaltung mit rund 70 Schaustellern, zahlreichen Fahr- und Belustigungsgeschäften, einem 5000 Personen fassenden Festzelt und vielen Biergärten erwarten die Besucher auf der Talavera. Neben Volksfest-Klassikern wie Riesenrad, Geisterbahn, Wildwasserbahn, Autoscooter und verschiedenen Rundfahrgeschäften dürften 2022 vor allem auch die Hochfahrgeschäfte »Sky Fall« mit drehender Gondel in 80 Metern Höhe und freiem Fall sowie »Best XXL«, eine Schaukel in 45 Metern Höhe, Mutige locken. Der Festplatz ist Montag bis Donnerstag von 14 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag von 14 bis 1 Uhr sowie Sonntag von 13 bis 24 Uhr geöffnet.

Der große Kiliani-Trachtenfestzug startet mit über 2000 Teilnehmenden am Samstag, 2. Juli, um 12.30 Uhr wie gewohnt am Residenzplatz. Am Sonntag, 3. Juli, um 10 Uhr beginnt der traditionelle Kiliani-Festgottesdienst im Festzelt. Am Dienstag, 5. Juli, ist Seniorennachmittag mit den »Rossinis« im Festzelt der Wirtsfamilie Hahn. Die zwei Mittwoche (6. und 13. Juli) richten sich mit speziellen Angeboten und Ermäßigungen an Familien. Und an den beiden Donnerstagen (7. und 14. Juli) wird jeweils ein »Tag der Vereine« ausgerufen. Am Eröffnungstag (1. Juli) und zum Kiliani-Abschluss (17. Juli) werden gegen 22.30 Uhr Feuerwerke über Würzburg gezündet. Im Kiliani-Festzelt spielen Stimmungsmacher wie etwa der »Aalbachtal-Express«, die »Grumis«, »Die Wilderer« oder die »Würzbuam«.

Gleichzeitig zum Volksfest findet 17 Tage lang auf dem Marktplatz die Kilianimesse statt, die auf eine über 975jährige Tradition blicken kann. Nach altem Brauch wird sie mit Böllerschüssen eröffnet. Das Schießen beginnt am Sonntag, 3. Juli, um 12 Uhr nach dem Läuten der Domglocken und dauert etwa zehn Minuten. Nach Aufzeichnungen vom 8. Juli 1779 begann die Kiliani-Messe ursprünglich am Sonntag nach der Beendigung des Gottesdienstes im Dom. Dazu schoss die Bürgerwehr, die jedes Jahr von einem anderen Stadtteil gestellt wurde, hinter dem Dom dreimal Salut und das auf der Festung liegende Militär mit ihren Kanonen Reihenfeuer.

Das Böllerschießen in 2022 wird von den 1. Würzburger Böllerschützen - Julius-Echter - von 1985 e.V. von der Festung aus durchgeführt. Öffnungszeiten der Verkaufsmesse: Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Samstag 9 bis 18 Uhr und Sonntag 11 bis 18 Uhr.

Auch wenn für die Kilianibesucher das Vergnügen im Vordergrund steht, ist der Anlass doch eigentlich ein religiöser. Seit dem 8. Jahrhundert gilt der 8. Juli als Festtag der Frankenapostel. Und so veranstaltet das Bistum Würzburg zeitgleich zwischen dem 3. und 10. Juli seine traditionelle Kiliani-Wallfahrtswoche, die 2022 unter dem Motto »Verleih mir ein hörendes Herz« (1 Könige 3,9) steht. Zum Auftakt führt eine feierliche Reliquienprozession vom Neumünster durch die Innenstadt zur Kathedralkirche. Es ist Brauch, dass anschließend Pfarreien aus dem ganzen Bistum nach Würzburg pilgern und in Prozessionen das Grab der Märtyrer besuchen. Verschiedene Pontifikalmessen wenden sich an bestimmte Zielgruppen.

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