Ukraine-Krise: Parteien in Bayern sagen politischen Aschermittwoch ab

CSU, FDP und SPD

München
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Der politische Aschermittwoch ist eine Traditionsveranstaltung in Bayern. Der verbale Schlagabtausch steht bei Spitzenpolitikern eigentlich fest im Terminkalender. Angesichts des Krieges in der Ukraine sagen in diesem Jahr mehrere Parteien ab.

Angesichts des Krieges in der Ukraine haben die meisten Parteien in Bayern ihre Veranstaltungen zum politischen Aschermittwoch abgesagt. «Natürlich kann ein Aschermittwoch so nicht stattfinden», sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag am Rande seiner Reise zu Österreichs Kanzler Karl Nehammer. Daher falle die Veranstaltung aus.

Foto: Peter Kneffel/dpa, Montage: Dirk Ceelen

«Jetzt steht die Sorge um die Menschen in der Ukraine und den Frieden für uns im Vordergrund», teilte der bayerische SPD-Fraktionschef Florian von Brunn am Donnerstag mit. Bayerns Grünen-Parteichef Thomas von Sarnowski erklärte: «Nach dem Angriff Russlands ist die Lage in der Ukraine dramatisch - es herrscht Krieg in unserer direkten Nachbarschaft. Selbstverständlich kann der politische Aschermittwoch in dieser Zeit nicht stattfinden.»

Der bayerische FDP-Fraktionschef Martin Hagen teilte bei Twitter ebenfalls eine Absage der Veranstaltung seiner Partei mit. Auch die Freien Wähler gaben den Ausfall ihres Aschermittwochs bekannt, wie der bayerische Landessprecher Christoph Hollender bekanntgab. Von der AfD stand eine Reaktion zunächst aus.

Russland hatte am frühen Donnerstagmorgen einen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Angriffe mit Kampfflugzeugen, Hubschrauber und Raketen wurden auch aus verschiedenen Teilen der Ukraine gegen militärische Infrastruktur gemeldet.

Schon im Jahr 2016 fiel der traditionsreiche politische Aschermittwoch in Bayern aus - damals erstmals in der Geschichte. Grund war das Zugunglück von Bad Aibling am Vortag, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen und rund 80 verletzt wurden. Im vergangenen Jahr fanden Aschermittwochs-Veranstaltungen trotz Corona-Pandemie statt - allerdings in deutlich abgespeckter Version.

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