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Hauptbahnhof: Bis November neuer Eingang und mehr Platz für Läden - Modernisierung dauert bis 2018

Würzburg
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Baustelle: Die Modernisierung des Würzburger Hauptbahnhofs soll 30 Millionen Euro kosten. Bis zum Jahr 2018 will die Bahn die Arbeiten beendet haben.

Foto: Rainer Reichert
In der Schalterhalle verdecken ein meterhohes Gerüst und türkisfarbige Folie die große Glasfront. Von den Läden und Kiosken sind nur noch wenige Konstruktionselemente übrig geblieben: Der Würzburger Hauptbahnhof präsentiert sich derzeit als große Baustelle.
Immerhin ist er eine, die für die Würzburger nicht in die Kategorie »nervig« fällt. Denn jahrelang galt das 1954 errichtete Gebäude als Schandfleck, weil es nicht auf den Stand der Zeit gebracht wurde. Für eine Modernisierung fehlte entweder das Geld - oder die Planungen wurden durch ungeklärte Infrastrukturveränderungen im Umfeld blockiert.
Als sich 2007 endlich eine Lösung abzeichnete, hielt sich die Euphorie bei den Bürgern in Grenzen. Tatsächlich wird es noch bis 2018 dauern, bevor der ICE-Knotenpunkt komplett modernisiert ist.
Fassade und Dach erneuern
Das oft als schmuddeliges Eingangstor zur Stadt geschmähte Empfangsgebäude wird sich allerdings schon viel früher in neuem Gewand präsentieren. Bereits Ende Oktober sollen die 2,1 Millionen Euro teuren Erstmaßnahmen abgeschlossen sein. Mit dem Geld, das aus dem Programm für energetische Sanierungen kommt, werden die Außenfassade und das Dach des Gebäudes erneuert.
Die Fassade erhält eine neue Isolierverglasung. Im Zuge dieser Arbeiten wird der Eingang neu gestaltet. Der Zugang zum Würzburger Hauptbahnhof liegt künftig genau in der Mitte. Er wird wesentlich breiter als die beiden bisherigen Eingänge an den beiden Enden der Front.
Nicht bei allen Bahnkunden auf Begeisterung stößt allerdings eine andere Neuerung: Der Zugang von den Parkplätzen und dem Taxistand auf der Ostseite wurde zugemauert und bleibt auf Dauer dicht.
Auch unter dem Vordach des Bahnhofgebäudes tut sich etwas. Die Front wird um eineinhalb Meter nach vorne gerückt. Dadurch entsteht mehr Platz für das Ladenangebot.
Während die Mieter ab November ihre derzeitigen Provisorien wieder verlassen können, geht das Reisezentrum Anfang 2011 auf eine kurze Reise. Tickets und Auskünfte gibt es ab nächstem Jahr im östlichen Anbau, der früher die Schließfachanlagen beherbergte.
Der Umzug schafft Platz für einen provisorischen Zugang zum vorhandenen Gleistunnel. Der wird bei der weiteren Umgestaltung der Verkehrsstation neu angelegt und ist nach Fertigstellung erheblich breiter und liegt einen Meter tiefer. Das ermöglicht den Einbau von Aufzügen und größere Treppen zu den Gleisen.
Technische Schwierigkeiten
Die Arbeiten für diese Modernisierung des Verkehrsteils der Bahnhofsanlage dauern von 2012 bis 2018. Grund für die lange Erstellungszeit sind technische Schwierigkeiten, die durch das unter dem Würzburger Hauptbahnhof verlaufende Wassereinzugsgebiet verursacht werden.
Zusätzlich erschwert das hohe Verkehrsaufkommen einen zügigen Bau, der bei laufendem Betrieb abgewickelt werden muss. Rund 30 Millionen Euro kostet nach heutigem Stand die Modernisierung. Für das Empfangsgebäude rechnet die Bahn mit bis zu sieben Millionen. Nicht in dieser Summe enthalten sind die 2,1 Millionen für die energetische Sanierung des Hauptbahnhofs.
Rainer Reichert
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