Mutter bei Messerattacke verloren

Angriff: Viele Spenden für Mädchen aus Würzburg

WÜRZBURG
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Vor et­wa vier Mo­na­ten hat ein Mäd­chen bei der Mes­ser­at­ta­cke ei­nes Flücht­lings in Würz­burg auf Pas­san­ten sei­ne al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter ver­lo­ren. Seit­her sind bei ei­ner Spen­den­ak­ti­on ei­nes ge­mein­nüt­zi­gen Ve­r­eins mehr als 200.000 Eu­ro für das Kind zu­sam­men­ge­kom­men.

»Es hätte von uns kein Mensch gedacht, dass die ganze Republik darauf einsteigt und es so toll angenommen wird«, sagte die 2. Vorsitzende der Organisation »Würzburg zeigt Herz«, Judith Jörg, der Deutschen Presse-Agentur. »Unser Auftrag ist es nun, das Geld an das Mädchen zu überweisen« - doch das sei kompliziert.

Denn bei einem derartig hohen Betrag würde die Schülerin wohl ihre Sozialleistungen verlieren und müsse das Geld auch versteuern. Daher bespreche der Verein derzeit mit dem Finanzamt und Steuerberatern, wie man den Fall rechtssicher gestalten könne.

Den Angaben nach kommen die Spender aus ganz Deutschland. Darunter seien etwa Privatpersonen, die 5 Euro gäben, aber auch Firmen, die 25.000 Euro überwiesen. Der Verein sammelt aber nicht nur für das Mädchen, sondern grundsätzlich für Kinder und Familien, die Schicksalsschläge erlitten haben. Und damit natürlich auch für die anderen Opfer der Messerattacke vom 25. Juni. Für diese sei aber bei weitem nicht so viel Geld zusammengekommen wie für das Mädchen, sagte Jörg.

Der mutmaßliche Täter, ein in Würzburg lebender Somalier, hatte am Tattag aus bisher unbekanntem Grund auf ihm offensichtlich unbekannte Menschen eingestochen. Drei Frauen starben, fünf Menschen wurden lebensgefährlich verletzt - darunter das damals elf Jahre alte Mädchen, das seine 49 Jahre alte Mutter verlor. Zudem gab es vier Leichtverletzte. Die Ermittler gehen auf Basis eines ersten psychiatrischen Gutachtens davon aus, dass der Mann zur Tatzeit möglicherweise schuldunfähig war. Ein weiteres Gutachten steht noch aus.

Nach Angaben des Landratsamtes Würzburg lebt die Schülerin inzwischen mit Vater und Bruder zusammen - wo, bleibt geheim.

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