Karate macht Senioren glücklich

Selbstverteidigumg statt Gehinjogging
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Bei Rentnersport denken viele an Wassergymnastik oder Walking. Doch auch Karate hält Senioren fit – und steigert sogar ihr Glücksgefühl, wie eine aktuelle Studie der Uni Regensburg zeigt.
Dafür schlüpften elf bis zu 81 Jahre alte Rentner in Karate-Anzüge. Ein halbes Jahr lang übten sie in einem Regensburger Altersheim. Die meisten wollten auch nach Studienende weitertrainieren, sagte eine der Studienleiterinnen, Psychologin Katharina Dahmen-Zimmer der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. »Karate ist mehr als nur Sport – es ist ein optimales Gehirnjogging.«

Die Senioren mussten komplizierte Bewegungsabläufe im Gedächtnis behalten. Dadurch habe sich ihre Merkfähigkeit verbessert. Im Schnitt waren die Rentner 73 Jahre alt. Nachgewiesen werden konnte mit der Studie vor allem, dass die Karate-Senioren am Ende des Experiments glücklicher waren als zuvor. Das Zusammenspiel von körperlichem und geistigem Training habe sich positiv ausgewirkt. »Die Depressionswerte sind entscheidend zurückgegangen.« Die Ergebnisse sollen mit weiteren Experimenten untermauert werden – das Training werde dann noch länger gehen.

Die Rentner hätten erzählt, sich nun selbstsicherer zu fühlen und sich besser durchsetzen zu können. Auch ihre Kinder und Enkelkinder seien nach anfänglicher Skepsis stolz gewesen. An der Studie nahmen insgesamt 48 Senioren teil, die in vier Gruppen aufgeteilt wurden. Während die erste Gruppe Karate trainierte, machte die zweite Gehirnjogging, die dritte Kräftigungsübungen. Die vierte Gruppe sei die Testgruppe gewesen, die lediglich Sturzprävention geübt habe. Bei den drei Vergleichsgruppen hätten sich die Veränderungen der Karate-Senioren nicht gezeigt, sagte die Psychologin. Die Ergebnisse der Studie sollen kommende Woche in Regensburg vorgestellt werden. dpa
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