Mittwoch, 30.09.2020
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Corona-Virus und Ferien-Ende in Bayern: Schüler, die aus Risiko-Gebieten zurückkehren, sollten zu Hause bleiben

Ministerien warnen Rückkehrer vor Coronavirus-Erkrankungen

München
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Deutschlands erster Coronavirus-Patient: Diagnose war ein Schock
ARCHIV - 28.08.2014, Bayern, München: Ein Schild mit der Aufschrift «Kein Zugang zur Isolation» ist bei einem Pressetermin auf der Sonderisolierstation im Klinikum Schwabing zu sehen. Der erste von 14 Coronavirus-Patienten in Bayern ist aus der Klinik entlassen worden. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Sven Hoppe (dpa)
In Bayern enden die Faschingsferien. Damit steigt die Gefahr, dass Urlauber eine Coronavirus-Erkrankung mitbringen könnten. Schüler sollen sogar ohne Symptome zu Hause bleiben, wenn sie in einem Risikogebiet waren.

In Bayern gibt es drei weitere Coronavirus-Fälle. Es handele sich um Patienten aus Oberbayern, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Details zu den Fällen würden am Sonntag bekannt gegeben. Die drei neuen Infektionen wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum späten Samstagnachmittag bestätigt. Aktuell gibt es nach Angaben des Ministeriums damit insgesamt vier bestätigte Krankheitsfälle im Freistaat.

Ferien-Ende: So verhalten sich Italien-Rückkehrer

Unterdessen wird befürchtet, dass Urlauber, die in den Faschingsferien ins Ausland verreist sind, nun infiziert zurückkehren könnten. Bayerns Gesundheitsministerium hat aus Anlass des Endes der Ferien insbesondere zurückkehrende Italienurlauber zu besonderer Vorsicht aufgefordert. Wer einen begründeten Verdacht auf eine Infektion habe, solle sich telefonisch an seinen Hausarzt wenden, teilte das Ministerium am Samstag mit.

Ein begründeter Verdachtsfall bestehe bei Menschen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. «Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden», betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Schüler, die in den Ferien in Risiko-Gebieten waren, sollten am Montag zuhause bleiben

Schüler, die in den vergangenen beiden Wochen in einem der ausgewiesenen Risikogebiete waren, sollen auch ohne Symptome am Montag, dem ersten Schultag, nicht in die Schule kommen und vorläufig dann zu Hause bleiben. Die Schule sei darüber zu informieren, teilte das Kultusministerium mit. «In diesem Fall gilt die Nichtteilnahme am Unterricht als entschuldigt», hieß es. Als Risikogebiet gelten in Italien unter anderem die Lombardei sowie verschiedene Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

Das empfieht die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Ähnliche Maßnahmen gelten auch an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Nach Angaben der Hochschule sollen Mitarbeiter oder Studenten, die nach dem 14. Februar in den Risikogebieten waren, sich bei der Hochschule melden und nach der Rückkehr für zwei Wochen von zu Hause aus arbeiten.

In den vergangenen Wochen waren bereits 14 positiv getestete Covid-19-Patienten in Bayern registriert worden. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Der letzte dieser Coronavirus-Patient war aber bereits auskuriert aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei Webasto war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich.

Am Donnerstag war dann ein neuer Fall in Mittelfranken bekannt geworden. Der Mann wird im Universitätsklinikum Erlangen stationär behandelt. Er hatte in Deutschland Kontakt mit einem Italiener, der nach seiner Rückkehr nach Italien positiv getestet wurde.

Derzeit laufen weitere Tests in Bayern. Die Ergebnisse werden nach Angaben eines Ministeriumssprechers bis Sonntagabend erwartet.

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns betonte nochmals, dass Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion keine Arztpraxis oder Krankenhaus-Notaufnahme ohne telefonische Anmeldung aufsuchen sollten. Sie sollten den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anrufen.

Die meisten Sars-CoV-2-Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkranken laut Robert Koch-Institut schwer. Sie bekommen etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Nach bisherigen Zahlen sterben ein bis zwei Prozent der Infizierten, weit mehr als bei der Grippe.

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