Biber illegal getötet - Polizei setzt Belohnung aus

Nager breiten sich immer stärker aus

Schwandorf
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Biber
Die Biber sollen zur Wiederherstellung natürlicher Flusslandschaften beitragen.
Foto: Ben Birchall/PA/dpa
Biber sind geschickte Baumeister und breiten sich in Bayern aus. Damit macht sich der streng geschützte Nager aber auch Feinde: Zuletzt sind mehrere Biber illegal getötet worden.

Sieben illegal getötete Biber sind in den vergangenen Wochen in den Naabauen bei Schwandorf gefunden worden. Die Kadaver der in Deutschland streng geschützten Tiere hätten teilweise Schussverletzungen aufgewiesen, teilte die Polizei mit. Zudem setzte das Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro aus für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten oder zur Ergreifung des Täters führen. Die Polizei Schwandorf ermittelt wegen Vergehen nach dem Tierschutz- und Bundesartenschutzgesetz.

Beamte suchten die Region zwischen Kronberg und Frondorf - insbesondere Gewässer - zwischenzeitlich mit einer Drohne ab. Dabei seien keine weiteren toten Biber, aber auch keine Munition oder sonstige Beweise gefunden worden.

Aktuelle Zahlen zu illegalen Bibertötungen im Freistaat in den vergangenen Jahren liegen dem Umweltministerium nach eigenen Angaben nicht vor. Ein Sprecher teilte mit: «Die Tötung eines Bibers ohne entsprechende behördliche Genehmigung kann als Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz geahndet werden.»

Die Polizei in Schwandorf bittet Zeugen um Hinweise zu den Taten unter der Telefonnummer +49 9431/43010.

Auch in Schwaben gab es jüngst zwei gewilderte Biber. Einer der geschickten Baumeister wurde im Landkreis Günzburg mit einer illegal aufgestellten Schlagfalle getötet. Im Landkreis Ostallgäu soll ein 34-Jähriger einen Biber so schwer verletzt haben, dass Streifenbeamte den Nager erlösten. Dem Bericht einer Augenzeugin zufolge hatte der Mann mit einer Schaufel auf das Tier eingeschlagen. Ihn erwartete eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz und dem Bundesnaturschutzgesetz.

In Bayern steigt die Zahl der Biber nach Angaben des Umweltministeriums fast überall an. Es gibt demnach rund 22.000 Tiere in etwa 6.000 Revieren. 2009 ging das Landesamt für Umwelt (LfU) von rund 12.000 Bibern in 3.000 Revieren aus. Um Konflikte zu vermeiden, gibt es im Freistaat ein Bibermanagement. Für durch die Nager entstandene Schäden im Bereich der Land-, Teich- und Forstwirtschaft leistet der Freistaat Ausgleichszahlungen.

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