Mittwoch, 16.01.2019

Zahl der Organspenden in Hessen im Jahr 2018 leicht rückläufig

Medizin:Erstmals seit 2010 ist die Zahl der Organspender bundesweit jedoch wieder deutlich gestiegen - Steigerung um 20 Prozent

FRANKFURT/MAINZ
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Organspendeausweis vor Modell eines menschlichen Torsos. Foto: Maurer (dpa)
Foto: Daniel Maurer

Ent­ge­gen dem bun­des­wei­ten Trend ist die Zahl der Or­gan­spen­der in Hes­sen 2018 leicht zu­rück­ge­gan­gen. 62 Men­schen wur­den re­gi­s­triert, teil­te die Deut­sche Stif­tung Or­g­an­trans­plan­ta­ti­on (DSO) am Frei­tag in Frank­furt mit. Im Jahr 2017 be­trug die Zahl der Or­gan­spen­der im Land noch 65 Men­schen.

Die Zahl der gespendeten Organe ging damit von 239 auf 216 zurück. Allerdings gab es einen Anstieg der Organtransplantationen von 131 im Jahr 2017 auf 140 im vergangenen Jahr.

Bundesweit haben nach DSO-Angaben im vergangenen Jahr 955 Menschen nach ihrem Tod Organe für schwerkranke Patienten gespendet, wie die Stiftung am Freitag in Frankfurt mitteilte. Im Vergleich zu 2017 mit 797 Spendern ist dies eine Steigerung von knapp 20 Prozent. »Die aktuelle Entwicklung bedeutet einen ersten Hoffnungsschimmer für die Patienten auf den Wartelisten«, sagte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO.

Besonders erfreulich bewertet die DSO, die jede Organspende in Deutschland koordiniert, die Zunahme der Kontaktaufnahmen der Kliniken mit der Koordinierungsstelle um 26 Prozent auf 2811 Meldungen einer möglichen Organspende. Rahmel ging davon aus, dass auch in Deutschland mittelfristig 15 bis 20 Spender pro Million Einwohner realisierbar wären. »Für jedes einzelne Organ lohnt es sich, zu kämpfen. Jedes gespendete oder nicht gespendete Organ wie Herz, Leber oder Lunge kann über Leben und Tod eines Menschen entscheiden«, betonte er.

Große Hoffnung setzte Axel Rahmel auf das vom Bundeskabinett vorgelegte Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende, das die Position der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken stärke.

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