Aterialengpässe, steigende Energiekosten und Bauzinsen bedrohen Baubranche

Jetzt ist auch am Bau die Stimmung mies

München
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Die Baubranche zeigte sich während der Corona-Pandemie sehr robust. Doch jetzt stürzt auch am Bau die Stimmung ab, teilte das Münchener ifo Institut am Donnerstag mit. Gründe sind Materialengpässe sowie steigende Energiekosten und Bauzinsen.

Nach den Umfragen des ifo Instituts zeigen sich derzeit 54,2 Prozent der Hochbau-Betriebe von Lieferengpässen betroffen. Im Vormonat waren es noch 37,2 Prozent. Auch 46,2 Prozent der Tiefbau-Unternehmen (März: 31,5 Prozent) litten unter fehlendem Materialnachschub. Damit wurden Höchststände seit 1991 erreicht, sagte ifo-Forscher Felix Leiss. Russland und die Ukraine seien wichtige Lieferanten von Baustahl. Beim Bitumen, der für Straßenbau und Abdichtungen benötigt wird, gebe es ebenso Verwerfungen. Außerdem sei die Herstellung vieler Baumaterialien sehr energieintensiv und daher durch die hohen Energiepreise bedroht.

Auf der anderen Seite stiegen für die die Bauherren die Finanzierungszinsen. Das alles habe die Geschäftserwartungen der Baubranche drastisch eingetrübt, so Leiss. Bei laufenden Projekten stelle sich die Frage, inwieweit Kostensteigerungen weitergegeben werden können während neue Projekte kaum kalkulierbar seien. Inzwischen steige die Zahl Auftragsstornierungen. Im April meldeten das 7,5 Prozent der Hochbauer solche Stornierungen (4,6 Prozent im März). Bei den Tiefbauern beklagten 9,3 Prozent Stornos, im März waren es nur 3,9 Prozent.

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