WhatsApp-Masche: 82-Jähriger Aschaffenburger überweist 7000 Euro an Betrüger

Polizei warnt

Aschaffenburg/Landkreis Schweinfurt
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Vorsicht vor WhatsApp-Betrügern: Ein 82-Jähriger Aschaffenburger hat 7000 Euro an einen vermeintlichen "Sohn" überwiesen.
Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn
In zwei Fällen waren Betrüger Ende der Woche erfolgreich, meldet die Polizei Unterfranken

Sie schrieben ihren Opfern eine WhatsApp, gaben sich darin als Sohn aus und täuschten eine finanzielle Notlage vor. In einem Fall in Aschaffenburg erbeuteten sie auf diese Weise 7.000 Euro, im Landkreis Schweinfurt waren es 3.000 Euro. Die Polizei ermittelt und warnt vor der dreisten Masche, die sich mit einiger Vorsicht relativ leicht durchschauen lässt. 

Am Donnerstag und Freitag meldete sich ein Betrüger bei einem Aschaffenburger über WhatsApp mit einer dem Opfer nicht bekannten Nummer. Der Täter gab sich als Sohn aus und schilderte, dringend Rechnungen bezahlen zu müssen, allerdings eine Sperre auf seinem Bankkonto zu haben. Im Glauben, dem Sohn zu helfen, überwies das 82-jährige Opfer letztlich den angeblichen Rechnungsbetrag in Höhe von gut 7.000 Euro.

Im Landkreis Schweinfurt ereignete sich am Donnerstag ein gleichgelagerter Fall und ein 63-Jähriger überwies gut 3.000 Euro an die Betrüger

Wie funktioniert die Betrugsmasche via WhatsApp?

Bei entsprechenden Betrugsfällen erhalten potenzielle Betrugsopfer eine WhatsApp-Nachricht von einer ihnen unbekannten Nummer. In der Nachricht schreiben die Täter dann beispielsweise: "Hallo Oma, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer." Sobald das Opfer auf die Nachricht reagiert wird analog dem bekannten „Enkeltrick" per Telefon eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, es müsste dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werden. Meist werden hier mehrere tausend Euro gefordert.

Im weiteren Nachrichtenverlauf wird die Geldforderung darüber begründet, dass ja das eigene Handy kaputt sei und deswegen keine Online-Überweisungen getätigt werden könnten. Es stünde aber eine dringende Rechnung aus, die unbedingt und dringend beglichen werden müsse. Das Geld würde selbstverständlich baldmöglichst wieder zurückbezahlt werden. Zu bemerken ist, dass die Betrüger bei der Gesprächsführung auch per Textnachricht äußerst geschickt vorgehen und bei ihren Opfern gezielt Druck aufbauen. Die Masche erscheint so zunächst glaubhaft und führt zur Überweisung des geforderten Geldbetrags.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät zur Vorsicht

Die Polizei Unterfranken warnt alle Bürgerinnen und Bürger vor dieser Betrugsmasche. Wer solche Nachrichten von vermeintlichen Familienmitgliedern oder nahestehenden Menschen erhält, sollte unter keinen Umständen Geld an ein Bankkonto überweisen - egal ob im In- oder Ausland. Stattdessen sollte versucht werden, dieses oder auch andere Familienmitglieder telefonisch über die bislang bekannte Nummer zu kontaktieren und zunächst über den Sachverhalt zu sprechen. Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, sollte der Chatverlauf nicht gelöscht und die Polizei verständigt werden. 

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