Samstag, 15.05.2021

Toter nach Polizeieinsatz in Aschaffenburg: Ermittlungen dauern an

Aschaffenburg
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Zwei Tage, nachdem ein 34 Jahre alter Fahrradfahrer nach einem Polizeieinsatz in Aschaffenburg gestorben ist, dauern die Ermittlungen noch an. Derweil gibt es kritische Stimmen zu den Informationen der Behörden.

Woran der 34-Jährige am Samstag nach einem Polizeieinsatz in der Paulusstraße in Aschaffenburg-Damm starb, ist auch am Montagabend noch unklar. Über die genaue Todesursache informierte das bayerische Landeskriminalamt (LKA) in München am Montag nicht. LKA-Sprecher Carsten Neubert sagte unserer Redaktion, einzelne Untersuchungen dauerten noch an. Das Ergebnis der Obduktion vom Sonntag sei nur vorläufig. Wie lange das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung der Rechtsmedizin an der Uni Würzburg auf sich warten lassen würde, sei im Voraus nicht sagen.

Am Sonntag hatten die Behörden lediglich mitgeteilt, dass Fremdeinwirkung – das Vorgehen der Streife mit Pfefferspray und Fesselung – als Todesursache nicht in Frage kommt. Es muss also noch geklärt werden, ob etwa Betäubungsmittel oder Verletzungen, die sich der Mann bei Stürzen von seinem Fahrrad zugezogen hatte, zum Tod führten.

Unterdessen werden die Angaben der Behörden unter anderem auch auf Facebook diskutiert – und kritisiert:

- Ein Nutzer schrieb beispielsweise, der Mann sei im Rettungswagen, nicht im Klinikum gestorben. Das LKA teilte am Montag auf Nachfrage mit, die "sicheren Todesanzeichen" des 34-Jährigen seien erst in Klinikum durch einen Arzt festgestellt worden. Möglich sei, dass er auf der Fahrt leblos gewesen sei.

- Zu den Vorwürfen, die Beamten vor Ort hätten den 34-Jährigen "ausgelacht" und sich über ihn "lustig gemacht", zudem hätte es gar keinen Angriff auf die Streife gegeben: LKA-Sprecher Neubert sagte, dies sei Gegenstand der Ermittlungen, weshalb dazu keine Angaben gemacht würden.

Wie die Münchener Behörde weiter mitteilte, war ein LKA-Mitarbeiter von Samstagnacht bis Sonntagmorgen in Aschaffenburg. Vor Ort sei dieser Sachbearbeiter des Dezernats 13 für interne Ermittlungen von Polizeiinspektion, Kripo und einer Streife der Operativen Ergänzungsdienste in Aschaffenburg sowie der Polizeiinspektion Obernburg unterstützt worden. Eine "vernünftige Aufklärung" und "sachgemäße Ermittlung" habe oberste Priorität, so Carsten Neubert.

Nina Lenhardt

 

 

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