Dienstag, 18.05.2021

Todessturz im Hafen: War der Mann gesichert?

Aschaffenburg
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Nach dem tödlichen Sturz eines Arbeiters aus 120 Metern Höhe am Dienstag im Aschaffenburger Hafen ist die Ursache weiter unklar. Die Ermittlungen hätten bisher »keinerlei Hinweise auf irgendein Fremdverschulden« ergeben, erklärte ein Polizeisprecher am Freitag.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde die Leiche des 33-Jährigen obduziert, ein Ergebnis lag bis zum Abend nicht vor.

Wie berichtet, war der Mann aus dem Kreis Offenbach am Dienstag gegen 16.30 Uhr von einem insgesamt 160 Meter hohen Industrieturm abgestürzt. Der stillgelegte Schornstein auf dem ehemaligen Bayernwerk-Gelände wird als Mast für Sendeanlagen genutzt. Der 33-jährige selbstständige Techniker war mit dem Ausrichten von Antennen in 120 Metern Höhe beschäftigt.

Landeskriminalamt eingeschaltet
Zwei weitere Arbeiter, vor deren Augen sich das Unglück abspielte, erlitten einen Schock. Die 24 und 49 Jahre alten Männer aus dem Kreis Rostock hatten zum Zeitpunkt des Absturzes des Mannes über ihm gearbeitet. Einer der beiden wurde durch ein Seil am Arm verletzt, die genauen Umstände sind aber unklar.

Die Kriminalpolizei ermittelt weiter, auch das Gewerbeaufsichtsamt wurde eingeschaltet. Am Unfallort wurde ein Seil gefunden, an dem der 33-Jährige offenbar befestigt war. Das Seil soll jetzt beim Bayerischen Landeskriminalamt untersucht werden.

Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt sagte gestern, für Kripo und Staatsanwaltschaft gehe es jetzt in erster Linie um die Frage, ob der 33-Jährige vorschriftsgemäß gesichert war.  JhR
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