Sonntag, 07.03.2021
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Schüsse in Hanau - Polizei nimmt drei Verdächtige fest

Polizei Hessen

Hanau-Kesselstadt
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Symbolbild: Schreckschusswaffen
Der Kauf einer Schreckschusspistole ist legal. In der Öffentlichkeit darf man sie aber nur bei sich haben, wenn man einen Kleinen Waffenschein besitzt.
Foto: Uli Deck/dpa
Für einen größeren Polizeieinsatz haben am frühen Donnerstagmorgen drei junge Männer im Stadtteil Kesselstadt gesorgt. Gegen 4.55 Uhr ging auf der Wache am Freiheitsplatz ein Notruf ein, dass in der Castellstraße Schüsse zu hören seien. Kurz darauf kontrollierten Beamte dort einen 18 Jahre alten Mann aus Offenbach, der nach eigener Schilderung zu dieser frühen Stunde eher untypisch in Jeanshose joggen würde.

Der sichtlich nervöse Mann führte die Beamten schließlich zu seinem Wagen, in dem sich unter dem Fahrersitz eine Schreckschusswaffe befand, die wohl erst vor kurzem abgefeuert wurde. Im Kofferraum des Wagens lagen hierzu passende Platzpatronen.

Ganz in der Nähe trafen die Einsatzkräfte auf zwei 17-Jährige aus Obertshausen, die einräumten, gemeinsam mit dem 18-Jährigen in dessen Auto unterwegs gewesen zu sein.

Zur weiteren Klärung wurden alle drei Männer vorläufig festgenommen und zur Wache gebracht. Nach bisherigen Ermittlungen wählte zumindest einer der Verdächtigen wohl selbst den Notruf und sorgte so für den Polizeieinsatz.

Die Schreckschusswaffe, die der 18-Jährige wohl legal besessen hatte, wurde sichergestellt. Gegen die Verdächtigen wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen des Missbrauchs von Notrufen ermittelt. Zudem wurde die zuständige Waffenbehörde über den Sachverhalt informiert. Da die jungen Leute offensichtlich gemeinsam in einem Auto unterwegs waren, wird gegen sie auch wegen einem Verstoß nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Einer der 17-Jährigen räumte gegenüber den Beamten ein, alle drei seien ohne triftigen Grund in Hanau aus Spaß unterwegs gewesen. Bei diesem "Spaß" sollte wohl auch die Polizei beteiligt werden.

Eine Gefahr für Dritte habe nach einer ersten Einschätzung der Polizei zu keinem Zeitpunkt bestanden.

 

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