Montag, 30.11.2020
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"Schockanrufer" wieder aktiv

Polizei Unterfranken
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Die Serie von sogenannten "Schockanrufen" in Unterfranken hat sich am Samstag in Schweinfurt fortgesetzt. Dort versuchten Unbekannte bei zwei Frauen und einem Mann an größere Geldsummen zu kommen, indem sie die Notlage eines Verwandten vorgaukelten. (Mit Audiodatei der Polizei.)

Audiobeitrag der Polizei: Karl-Heinz Schmitt

"Schockanrufer" wieder aktiv - Potentielle Opfer reagieren richtig

Schweinfurt. Die Serie von sogenannten "Schockanrufen" in Unterfranken hat sich am Samstag in Schweinfurt fortgesetzt. Dort versuchten Unbekannte bei zwei Frauen und einem Mann an größere Geldsummen zu kommen, indem sie die Notlage eines Verwandten vorgaukelten. Allerdings reagierten alle Angerufenen richtig, setzten sich mit ihren Angehörigen in Verbindung und stellten dabei fest, dass alles ein Schwindel war.

Der erste Anruf kam gegen 14.15 Uhr bei einer Frau aus der Neutorstraße an. Ihr wurde wie in den anderen Fällen auch in russischer Sprache mitgeteilt, dass ihr Bruder im Krankenhaus liege, weil er zusammengeschlagen worden sei und ganz dringend Geld benötige. Die Angerufene stellte allerdings eine Fangfrage, die der Mann am Telefon nicht beantworten konnte. Deshalb war sehr schnell klar, dass die Sache nicht stimmte. Es hagelte dann noch einige russische Schimpfwörter, bevor der Anrufer auflegte.

"Schockanrufer" wieder aktiv
Quelle: Karl-Heinz Schmitt (Polizei Unterfranken)

Nur 15 Minuten später klingelte das Telefon bei einer Frau am Deutschhof. Diesmal wurde die Angerufene durch die Mitteilung in Schrecken versetzt, dass ihr Mann im Krankenhaus liegt und dringend 10.000 Euro benötige. Allerdings erreichte die Frau kurz danach ihren Mann, der sich auf der Arbeit befand und dem es bestens ging.

Gegen 16.00 Uhr trat der Anrufer dann letztmals in Erscheinung. Diesmal landete er bei einer Frau in der Georg-Schäfer-Straße. Hier arbeitete der Anrufer mit der Variante, ihr Sohn habe ein Kind überfahren, das jetzt im Krankenhaus behandelt werde. Der junge Mann benötige deshalb dringend 12.000 Euro. Auch in diesem Fall erreichte die Frau kurz danach ihren Sohn, der dann sofort die Polizei verständigte.

Wie die neuen Fälle vom Samstag zeigen, sind die sogenannten "Schockanrufer" weiter aktiv. Solange sie mit ihrer infamen Masche ab und zu Erfolg haben, werden diese Täter vermutlich weiter versuchen, an das Geld von Leuten zu kommen, denen man eine vermeintliche Notlage vorgaukelt und die dann ihren Angehörigen helfen sollen.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt erneut dringend davor, an wildfremde Menschen Geld auszuhändigen. Die Reaktionen, die die Angerufenen am Samstag gezeigt haben, waren absolut richtig. Hier stellte sich nämlich bei Telefonaten mit den Angehörigen schnell heraus, dass die am Telefon ins Spiel gebrachte Notsituation überhaupt nicht bestand. Wenn sich Anrufer mit dieser Masche am Telefon melden, bittet die Polizei dringend um sofortige Verständigung.

Ungeprüfte Originalmeldungen der Polizei Unterfranken

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