Samstag, 05.12.2020
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Schockanrufer im in Stadt und Kreis Aschaffenburg aktiv

Wieder russisch-stämmige Bürger betroffen
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Mit der sogenannten Schockanrufermasche haben Unbekannte im Laufe des Montags versucht insgesamt fünfmal russischstämmige Bürger um größere Geldbeträge zu bringen.

Erneut Schockanrufer aktiv – Erfreulicherweise ohne Erfolg

 
ASCHAFFENBURG, GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Mit der sogenannten Schockanrufermasche haben Unbekannte im Laufe des Montags versucht insgesamt fünfmal russischstämmige Bürger um größere Geldbeträge zu bringen. Dass die Täter in keinem der Fälle Erfolg hatten, ist auch einem Informationsblatt der Unterfränkischen Polizei geschuldet, das in über 10.000-facher Ausfertigung verteilt worden war. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg ermittelt nun.
 
Das Vorgehen der Betrüger ist immer wieder dieselbe. Sie rufen ihre potentiellen Opfer an und versuchen, in russischer Sprache den Angerufenen glauben zu machen, es sei ein Unglück passiert. Der Verursacher sei ein Verwandter und zur Regelung der weiteren Angelegenheiten müsse eine hohe Bargeldsumme übergeben oder eine entsprechende Überweisung getätigt werden.
 
Im ersten Fall gegen 10.30 Uhr gab ein Unbekannter am Telefon bei einer 47-Jährigen an, dass der Sohn einen Unfall mit einem Kind verursacht hätte und für die Krankenhauskosten würde Geld benötigt. Die Aschaffenburgerin kannte aber die Schockanrufermasche und legte sofort auf.
 
Auch als eine halbe Stunde später das Telefon bei einer 68-Jährigen in Aschaffenburg klingelte, bemerkte diese sofort den Betrugsversuch mit dem angeblichen Verkehrsunfall ihres Sohnes.
 
Etwa 30 Minuten später fand der nächste Anruf bei einer 62-Jährigen statt. Auch hier gab ein Täter an, dass der Sohn in einen Unfall mit einem Kind verwickelt sei und zur Abwendung einer Strafanzeige 20.000 Euro erforderlich wären. Die Seniorin aus Aschaffenburg ließ sich jedoch nicht auf das Vorgehen der Betrüger ein.
 
In zwei weiteren Fällen am Nachmittag in Goldbach bei einer 53-jährigen Hausfrau und einem 21-Jährigen scheiterten die Anrufer ebenso, da den beiden die Betrugsmasche aus einem Informationsblatt der Polizei bekannt geworden war. 
 
Da die Aufklärungskampagne der unterfränkische Polizei anscheinend Früchte trägt, bittet sie auch weiter darum, Nachbarn russischer Herkunft auf die Vorgehensweise der Täter aufmerksam zu machen. So können auch jene Mitbürger erreicht und gewarnt werden, die sich nicht über deutschsprachige Medien informieren können.  Polizei Unterfranken
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