Schockanrufer erbeuten 55.000 Euro in Aschaffenburg - Tochter soll Unfall verursacht haben

Polizei Stadt und Kreis Aschaffenburg

Aschaffenburg
6 Min.

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Rund 55.000 Euro erbeuteten am letzten Freitag Trickbetrüger mit der Betrugsmasche des Schockanrufs. Ein Mann und eine Frau fielen auf den perfiden Trick mit dem angeblichen Verkehrsunfall der Tochter und der vermeintlich notwendigen Kautionszahlung herein. Während die Frau das Geld an eine Abholerin übergab, überwies der Senior das Geld auf ein Konto der Betrüger. In beiden Fällen übernahm die Kripo die weiteren Ermittlungen.

 Es waren die leider so häufig gewordenen Schockanrufe, auf die der Aschaffenburger und die Frau aus dem Landkreis Kitzingen hereingefallen sind. Bei beiden klingelte am Freitagmittag das Telefon und die vermeintliche Tochter schilderte weinend, dass sie einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat und dringend Geld für die Kaution benötigt, da sie sonst ins Gefängnis müsste. Die Angerufenen organisierten das verlangte Bargeld für die Kaution und übergaben beziehungsweise überwiesen das Geld. Glücklicherweise erkannte der Aschaffenburger noch am selben Tag den Betrug, sodass die Bank die Überweisung von 60.000 Euro stoppen konnte.

In einem zweiten Fall fuhr eine Frau aus dem Landkreis Kitzingen extra nach Aschaffenburg und übergab gegen 14:00 Uhr auf dem Parkplatz des McDonald´s an der Ausfahrt Aschaffenburg-Ost an der A 3 die geforderten 55.000 Euro. Auf dem Parkplatz wartete die Abholerin in einem blauen Suzuki Vitara mit weißem Dach direkt neben dem Eingang zum McDonald´s und nahm das Geld entgegen. Insbesondere diese Übergabe ist für die weiteren Ermittlungen der Kripo von besonderer Bedeutung.

Die Abholerin konnte wie folgt beschrieben werden:

etwa 40 Jahre alt, Zirka 1,60 Meter groß und schlank, mit kurzen, glatten Haaren

Zu Aufklärung der Tat bittet die Kripo Zeugen, die am Freitagmittag gegen 14:00 Uhr den blauen Suzuki gesehen haben oder die Geldübergabe beobachtet haben, sich bei der Polizei unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken

Foto: ME-Grafik

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit der Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben. Die wichtigsten Botschaften sind:

Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.

Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!

Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!

Täter Die können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!

Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

Leg' auf!: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken (bayern.de) „Ich schütze Oma und Opa“: Die Bayerische Polizei - "Ich schütze Oma & Opa" - eine Präventionskampagne mit Gewinnspiel in Unterfranken (bayern.de)

Betrüger geben sich über WhatsApp als Sohn aus - 62-Jährige überweist mehrere tausend Euro - Polizei warnt vor Betrugsmasche

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Sonntag waren Betrüger mit ihrer Masche über WhatsApp erfolgreich. Sie schrieben einer 62-Jährigen eine WhatsApp, gaben sich darin als Sohn aus und täuschten eine finanzielle Notlage vor. Die Täter erbeuteten auf diese Weise knapp 2.800 Euro. Die Polizei ermittelt und warnt vor der dreisten Masche, die sich mit einiger Vorsicht relativ leicht durchschauen lässt.

Am Sonntagmittag meldete sich ein Betrüger bei der Hösbacherin über WhatsApp mit einer dem Opfer nicht bekannten Nummer. Der Täter gab sich als Sohn aus und schilderte, dringend Rechnungen bezahlen zu müssen. Im Glauben, dem Sohn zu helfen, überwies die 62-Jährige letztlich den angeblichen Rechnungsbetrag in Höhe von knapp 2.800 Euro. Wie funktioniert die Betrugsmasche via WhatsApp?

Bei entsprechenden Betrugsfällen erhalten potenzielle Betrugsopfer eine WhatsApp-Nachricht von einer ihnen unbekannten Nummer. In der Nachricht schreiben die Täter dann beispielsweise: "Hallo Oma, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer." Sobald das Opfer auf die Nachricht reagiert wird analog dem bekannten „Enkeltrick“ per Telefon eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, es müsste dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werden. Meist werden hier mehrere tausend Euro gefordert.

Im weiteren Nachrichtenverlauf wird die Geldforderung darüber begründet, dass ja das eigene Handy kaputt sei und deswegen keine Online-Überweisungen getätigt werden könnten. Es stünde aber eine dringende Rechnung aus, die unbedingt und dringend beglichen werden müsse. Das Geld würde selbstverständlich baldmöglichst wieder zurückbezahlt werden. Zu bemerken ist, dass die Betrüger bei der Gesprächsführung auch per Textnachricht äußerst geschickt vorgehen und bei ihren Opfern gezielt Druck aufbauen. Die Masche erscheint so zunächst glaubhaft und führt zur Überweisung des geforderten Geldbetrags. Auffällig ist in einigen Fällen, dass die Eltern mit „Sie“ angesprochen werden.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät zur Vorsicht
Foto: Polizeipräsidium Unterfranken

Die Polizei Unterfranken warnt alle Bürgerinnen und Bürger vor dieser Betrugsmasche. Wer solche Nachrichten von vermeintlichen Familienmitgliedern oder nahestehenden Menschen erhält, sollte unter keinen Umständen Geld an ein Bankkonto überweisen - egal ob im In- oder Ausland. Stattdessen sollte versucht werden, dieses oder auch andere Familienmitglieder telefonisch über die bislang bekannte Nummer zu kontaktieren und zunächst über den Sachverhalt zu sprechen. Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, sollte der Chatverlauf nicht gelöscht und die Polizei verständigt werden.

Katalysator entwendet - Wer hat Verdächtiges beobachtet

ASCHAFFENBURG-DAMM. Von Freitag auf Samstag hat ein Unbekannter den Katalysator eines geparkten Opels entwendet. Um den Diebstahl aufklären zu können, hofft die Polizeiinspektion Aschaffenburg nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach bisherigen Erkenntnissen muss sich der Diebstahl in der Inselstraße im Zeitraum zwischen Freitagmittag, 12.30 Uhr, und Samstagmorgen, 09.00 Uhr, ereignet haben. Dem Täter gelang es, den Katalysator unbemerkt auszubauen und in unbekannte Richtung zu verschwinden. Der Beuteschaden dürfte sich auf mehrere hundert Euro belaufen.

Wer sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-2230 bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg zu melden.

Erneuter Einbruch in Mömbriser Kindergarten - Polizei bittet um Zeugenhinweise

MÖMBRIS, LKR. ASCHAFFENBURG. Im Laufe des vergangenen Wochenendes ist erneut in den Kindergarten in der Pfarrer-Wörner-Straße eingebrochen worden. Ein ähnlich gelagerter Fall hatte sich bereits im Juni dieses Jahres ereignet. Die Polizeiinspektion Alzenau ermittelt und bittet um Hinweise.

Der aktuelle Fall muss sich nach ersten Ermittlungserkenntnissen im Zeitraum zwischen Freitagvormittag, 10.00 Uhr, und Montagmorgen, 07.00 Uhr, zugetragen haben. Um ins Innere zu gelangen, öffnete der Täter die Eingangstüre zum Kindergarten mit brachialer Gewalt. Anschließend machte er sich auf die Suche nach Beute. Er entwendete Gegenstände im Gesamtwert von rund 1.000 Euro. Darüber hinaus hinterließ er einen Sachschaden, der sich auf mehrere hundert Euro belaufen dürfte.

Bei dem zurückliegenden Einbruch, der sich in der Nacht vom 09. auf 10. Juni 2022 ereignet hatte, war eine ähnliche Vorgehensweise festzustellen. Wie bereits berichtet, waren damals Gegenstände im Wert von rund 2.500 Euro entwendet worden. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass die beiden Fälle in Zusammenhang stehen.

Wer im Laufe des vergangenen Wochenendes etwas beobachtet hat, das mit dem aktuellen Fall in Zusammenhang stehen könnte oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Aufklärung der Einbrüche beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 06023/944-0 bei der Polizeiinspektion Alzenau zu melden.

Betrunkener Fahrer kommt bei alzenau von Straße ab

ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Nacht zum Dienstag ist ein Pkw auf der Kreisstraße zwischen Alzenau und Kahl alleinbeteiligt von der Straße abgekommen. Am Steuer des Fahrzeugs saß zum Unfallzeitpunkt ein 20-Jähriger, der offenbar unter Alkoholeinfluss stand. Gegen ihn wird daher wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.

Gegen 00.45 Uhr war der Mann mit seinem Pkw in Richtung Kahl unterwegs, als er auf gerader Strecke links von der Fahrbahn abkam. Er überfuhr einen Grünstreifen sowie den angrenzenden Radweg, bis er schlussendlich gegen einen Maschendrahtzaun fuhr und auf einem Wiesengrundstück zum Stehen kam. Es entstand ein Sachschaden, der sich auf etwa 1.000 Euro belaufen dürfte. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

Da bei dem 20-Jährigen ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,2 Promille ergab, veranlassten die aufnehmenden Beamten eine ärztliche Blutentnahme. Sie stellten auch den Führerschien des Mannes sicher und leiteten gegen ihn ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein. Sein Fahrzeug musste von einem Abschleppunternehmen geborgen werden.

Unbekannte Unfallverursacher - Zeugen gesucht

STOCKSTADT AM MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am späten Montagnachmittag hat ein unbekannter Verkehrsteilnehmer ein Fahrzeugteil verloren, als er auf der B469 von Miltenberg in Richtung Seligenstadt unterwegs war. Das Teil wurde durch einen nachfolgenden Pkw in die Luft gewirbelt und flog hierdurch auf die Motorhaube eines weiteren Pkw, der in Richtung Seligenstadt fuhr. An dem weißen Skoda entstand ein Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen auf etwa 500 Euro belaufen dürfte.

ASCHAFFENBURG / DAMM. Ein Opel Meriva, der auf einem Supermarktparkplatz in der Langen Straße geparkt war, ist am Montagnachmittag von einem ebenfalls unbekannten Verursacher beschädigt worden. Bei dem Verkehrsunfall, der sich im Zeitraum zwischen 16.00 Uhr und 16.30 Uhr ereignet haben muss, entstand am Fahrzeug der Geschädigten ein Sachschaden am hinteren Kotflügel, der sich auf etwa 2.500 Euro belaufen dürfte.

Ein älterer Herr, der mit seinem Fahrzeug neben dem Opel Meriva geparkt hatte, hatte die Geschädigte auf den Unfallschaden aufmerksam gemacht. Er war bei Eintreffen der Polizei jedoch nicht mehr vor Ort und ist daher noch unbekannt. Der Mann wird dringend als Zeuge gesucht und gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

In beiden Fällen nimmt die Polizeiinspektion Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-2230 sachdienliche Hinweise entgegen.

KAHL AM MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Ein weiterer Verkehrsunfall ereignete sich am Montagnachmittag, gegen 16.45 Uhr, auf der Staatsstraße zwischen Kahl und Alzenau. Als ein Kleinwagen zu weit in den Gegenverkehr geriet, musste eine 23-Jährige mit ihrem Toyota ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Sie geriet mit ihrem Pkw gegen die Leitplanke und blieb dabei glücklicherweise unverletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 2.200 Euro.

In diesem Fall bittet die Alzenauer Polizei um sachdienliche Hinweise unter Tel 06023/944-0.

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