Dienstag, 18.05.2021

"Schockanrufer" erbeuten 20.000 Euro

Polizei Unterfranken
Kommentieren
1 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Obwohl die Polizei in den letzten Wochen mehrere sogenannte Schockanrufer festnehmen konnte, lassen die Täter nicht locker und waren am Donnerstagvormittag mit ihrer Masche im Kreis Miltenberg leider wieder erfolgreich. (Mit Audiobeitrag der Polizei)

"Schockanrufer" erbeuten 20.000 Euro

ELSENFELD/ERLENBACH A. MAIN , LKR. MILTENBERG. Obwohl die Polizei in den letzten Wochen mehrere sogenannte Schockanrufer festnehmen konnte, lassen die Täter nicht locker und waren am Donnerstagvormittag mit ihrer Masche leider wieder erfolgreich. Gleich mehrere Frauen mit russischer Herkunft aus Elsenfeld und Erlenbach wurden von den Unbekannten angerufen. Diese gaben sich als Verwandte in einer Notsituation aus und forderten Geld. Eine ältere Dame übergab 20.000 Euro.

Bereits gegen 08:45 Uhr hatte eine 57-jährige Frau aus Elsenfeld einen Anruf von einer russisch sprechenden Frau erhalten, die sich als Tochter der Angerufenen ausgab. Die Frau am Telefon machte einen aufgeregten Eindruck und erzählte, dass sie einen Unfall gehabt habe und dabei ein kleines Kind verletzt worden sei. Danach wurde das Gespräch von einem ebenfalls russisch sprechenden Mann weitergeführt, der sich als Rechtsanwalt vorstellte. Der angebliche Anwalt hat dann mehrere tausend Euro für die Behandlung des Kindes gefordert. Die 57-Jährige ließ sich jedoch nicht täuschen und beendete das Gespräch. Allerdings haben es die Unbekannten im Laufe des Donnerstag mit der gleichen Masche noch bei mehreren Frauen aus Elsenfeld und Erlenbach versucht.

Schockanrufer
Quelle: Andreas Luxem, Polizei Unterfranken

Gegen 10:45 Uhr hatten die Täter dann Glück und eine Rentnerin glaubte die Geschichte. Ein unbekannter junger Mann erschien daraufhin zweimal an der Wohnung der Frau in der Odenwaldstraße und ließ sich insgesamt 20.000 Euro übergeben. Erst als die Seniorin am Abend ihrem Sohn von dem angeblichen Unfall erzählte, verständigte dieser die Obernburger Polizei.

Die weiteren Ermittlungen zu den Betrugsfällen werden von der Kripo Aschaffenburg geführt. Die Sachbearbeiterin bittet unter Tel. 06021/857-1732 um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer hat in der Zeit von 10:45 - 11:30 Uhr verdächtige Beobachtungen im Bereich der Odenwaldstraße in Elsenfeld gemacht?

Das Polizeipräsidium Unterfranken wiederholt in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich seine Warnungen vor dieser Art von Trickbetrügern:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Personen am Telefon hohe Geldbeträge von Ihnen fordern.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Rufen Sie die übliche Nummer des Verwandten an.
  • Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennen.
  • Verständigen Sie sofort über den Notruf "110" die Polizei.

Audiobeitrag der Polizei, Andreas Luxem

Ungeprüfte Originalmeldung der Polizei Unterfranken
Kommentare

laden


Die Diskussion wurde geschlossen..

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!